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sonntags

sonntags geht man in die kirche – oder auch nicht.

looking through... von dirk derbaum auf 500px.com

wenn sie nämlich verschlossen ist bleibt nur das lunschen durchs schlüsselloch! so geschehen gestern auf unserer fahrt zur burg posterstein in der kleinen gemeinde wettelswalde.es handelt sich um eine chorturmkirche (der turm ist immerhin 36m hoch) – die vermutlich älteste im ost-thüringer raum.

kirche von dirk derbaum auf 500px.com

erbaut im 12. jahrhundert. und sie hat eine interessante geschichte – denn eigentlich existiert sie gar nicht mehr! hier verweise ich auf die entsprechende website – da ist das ganze geschehen mit bildern nachgewiesen!
aufgefallen war mir das ganze weilman von der ferne der landstrasse einen blick auf das dörfchen werfen kann. und feststellt – es besteht aus 3 fachwerk- und 5 anderen häusern die sich völlig zwischen der grossen kirche und den noch viel grösseren silobauten der landwirtschaft verlieren. leider habe ich es versäumt diesen blick dokumentarisch festzuhalten. müssen wir wohl noch einmal hin 😉

auf dem friedhof steht noch ein kleines häuschen – wohl die aussegnungskapelle oder so etwas. dazu habe ich gar nichts gefunden – aber es sieht schön gotisch aus 😉

gothic von dirk derbaum auf 500px.com

alles in allem ein kleiner ort abseits der grossen strassen der sich im nachinein als viel spannender erwiesen hat als zu erwarten…

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alte meister

alte meister gibts in der gemäldegalerie gleichen namens zu hauf! und manchmal kann man sie im rahmen einer führung auch nach der eigentlichen öffnungszeit – eben zur blauen stunde – besichtigen. das geht auch – man kann nicht nur theatervorstellungen im ‚kunsthistorischen museum‘ hier am abend besuchen…

und dann hat man auch die langen flure für sich

und wann hat man schon mal die chance alleine vor einem vermeer

eins von zweien im besitz der galerie, das zweite, die briefleserin am fenster, wird derzeit untersucht und restauriert.

einem rembrandt

oder einem rubens (von dem gibt es viel mehr und wir haben auch mehrere gesehen aber die alte mit dem kohlebecken ist eines meiner lieblingsbilder überhaupt)

klick klack aufs bild für ein detailfoto

die aufnahmen hier sind nur schnelle handyknipsbilder – ich fotografiere normalerweise keine kunst ab wollte aber den beitrag illustrieren.
nach ganz kurzweiligen – und viieel zu kurzen – 90 minuten war die führung schon vorbei. es war draussen koplett dunkel und wir haben den abend mit einem oberleckeren abendessen im restaurant, ja!, ‚alte meister‘ ausklingen lassen. ein schöner geburtstagstagabend…

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sonntags

geht man in die kirche ins museum. zwischen 13.oo und 17.00uhr. in rabenau. ganz interessantes handwerk ansehen!
wenn man fragen hat kein problem – hier schon einmal die kommunikationszentrale mit der rufnummer!

phone von dirk derbaum auf 500px.com

im ernst.wer sich für handwerk im allgemeinen und holzbearbeitung im speziellen interessiert ist gut aufgehoben da im museum.

schränke voll werkzeug, ganze arbeitsplätze und genaue erläuterungen zu handlungsabläufen.

und am ende steht der berühmte stuhl nr.14 nach thonet.
aber auch die eine oder andere kleinigkeit aus früheren werkstätten

und ein utensil das ich sehr gut kenne

(schliesslich ist meine mama ausgebildetet damenmassschneiderin!)

gibt es zu sehen!
alles in allem eine kurzweilige stunde – wenn man die heimatgeschichte noch genauer betrachten will auch länger – durchaus einmal zu empfehlen!

auf dem rückweg zur mühle dann noch diese kleine idyll

und der kreis schliesst sich am abend.

in diesem sinne einen schönen restsonntag und heute abend viel spass beim borowski-tatort.

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sonntags

geht man in die kirche. wenn sie am wege liegt und mit einem grossen schild ‚offene kirche‘ einlädt. so wie letztes wochenende während unserer ‚eistour‘ die in hohnstein.
ich muss zu meiner schande gestehen – ein bild von aussen hab ich nicht 😮 (aber einen google-link zur bildersuche )
geschrieben steht das im jahre 1381 erstmalig eine kirche an diesem ort erwähnt wird. diese ist aber 1724 bei einem stadtbrand zerstört worden. neben 31 brauberechtigten häusern, 21 weiteren häusern, der schule und dem brauhhaus! im gleichen jahr wurde herr ratsbaumeister george bähr – ja der mit der frauenkirche – mit dem wiederaufbau beauftragt. nach seinen plänen, mit 2600 talern und bis 1730 ist sie, so wie heute zu sehen, auf den alten grundmauern erbaut worden.
der altar

baehr II von dirk derbaum auf 500px.com

war dann 1736 fertig. geschaffen von johann gottlieb kirchner – dem vorgänger kändlers in meissen – und bemalt von christian reinow (zu dieser zeit hofmaler in dresden). dieser hat auch das grüne gewölbe im dresdner schloss ausgemalt. mit’italienischem mamor‘! 😉

baehr III von dirk derbaum auf 500px.com

die empore ist zweigeschossig und umfasst 3 seiten des raumes.

noch ein wort zur orgel

baehr I von dirk derbaum auf 500px.com

im bild oben über dem altar. sie wurde 1678 für die dorfkirche in stöntzsch gebaut und 1732 von keinem geringeren als joh.sebastian bach geprüft! und augenscheinlich für gut befunden. leider mussten kirchen und dorf 1965 den braunkohletagebau weichen und so kam die orgel nach hohnstein. nicht ohne von der firma eule auf den neuen standort eingerichtet worden zu sein.

wer also jemals in hohnstein halt macht und nicht nur burg, bärengarten und gautschgrotte besichtigen will sollte durchaus einmal einen fuss ins spannende kirchlein setzen.
und direkt nebenan bei frau pavlicek gibt es leckeren tee zum aufwärmen.

in diesem sinne einen schönen sonntag!

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