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sonnmontags

sonnmontags geht man in die kirche. also da gewesen sind wir gestern – nicht zum ersten mal, aber diesmal mit beitrag. in schmiedeberg, in der kirche die george bähr 10 jahre vor der frauenkirche in dresden gebaut hat.

viel spass beim errechnen des baujahres – man muss nur die goldenen römischen ziffern addieren – et voilá 😉
ansonsten ist die kirche streng nach dem deieinigkeitskonzept erbaut – und überall finden sich gleichseitige dreiecke

ich habs versäumt ein bild von aussen zu machen – manchmal steh ich halt auf dem schlauch – darum verweise ich auf die kirchenwebsite. dort gibts ein bild 😉

wer die bilder ein wenig genauer betrachtet wird über der orgel (die im übrigen sehr gut klingen soll) ein 3faches heilg finden und auch an der decke ist ein dreieck verewigt. aber sehen sie selbst geneigter leser:

kirche von dirk derbaum auf 500px.com

kanzel von dirk derbaum auf 500px.com

heilig heilig heilig von dirk derbaum auf 500px.com

bildnis von dirk derbaum auf 500px.com

alles iphone-bilder nachträglich nur ein wenig gerade gerückt und die spitzlichter ein wenig gedämmt

in diesem sinne einen schönen pfingstmontag und treten sie sich nicht in den diversen mühlen tot die am heutigen mühlentag geöffnet haben!

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john cage

john cage – ein grund einen etwas längeren umweg zu fahren!

zumal wenn das wetter so schön ist. auch wenn seit unserem letzten besuch nicht so sehr viel passiert ist – es fand kein klangwechsel statt.

die orgel

spielt treu vor sich hin. und das noch hunderte jahre. ob dann das monument vor der tür noch steht

wage ich zu bezweifeln 😉
aber die ganze idee ist immer noch grandios. und die verfügbaren jahre die man ‚adoptieren‘ kann werden immer weniger. ein besuch sei dem geneigten leser dringend empfohlen!

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orgeln

orgeln im palast. die vierte. und damit das letzte orgelkonzert in diesem zyklus.

ganz ungewöhnlich plätze hatten wir diesmal – es gab keine anderen karten mehr als ich sie gekauft habe. und im gegensatz zu den anderen konzerten waren diesmal auch die plätze unter der orgel verkauft.

gewöhnungsbedürftig weil die musik nur von rechts kam – aber irgendwie auch gut! (auch wenn ich immer noch der meinung bin die lauten, hohen töne verträgt der der beste konzertsaal der welt enlang der elbe (zitat frauke roth) nicht. da matscht und scheppert es)

an diesem platz nahm dann herr OLIVIER LATRY platz – seineszeichens organist in notre dame de paris. sehr schön vorgestellt in diesem beitrag über die orgel in notre dame!

überraschung – keine noten! keine zweite person zum umblättern und registrieren (ok – die orgel kann man vorregistrieren…).
nein herr latry spielt ohne noten! komplett aus dem kopf. beeindruckend.
zu hören gabs aussergewöhnliche stücke, ich zitiere mal einen satz aus dem programmheft:

„In „O Gott, du frommer Gott“ gibt die Überlagerung von forte und piano im Satz einen deutlichen Hinweis auf eine Verteilung auf zwei Manuale, doch ergibt sich durch die dichte Verflechtung des Cantus firmus in der Faktur des Satzes der Eindruck eines Charakterstücks, das mit Bläserakkorden, Motivzersplitterung und Synkopierungen deutliche Brahms’sche Charakteristika aufweist.“

der satz beschreibt es fein. und erwähnt auch was zu hören gab! brahms, mozart (nicht der grösste komponist für orgelwerke), franck und bach! brahms war toll, franck beeindruckend (ich hatte den eindruck er hat alle register der orgel mindestens einmal verwendet) und bach beeindruckend.
noch beeindruckender war die zugabe (wir vermuten es war auch bach) – wieviele noten/töne in die zeit passen können – wow! und das ohne zu übersteuern oder so…

resümee – ein feiner abend. tolle musik.

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privilegiert

privilegiert kommt man(n) sich schon manchmal vor. an einen schönen frühlingsabend, in einer der schönsten städte der welt, einem der besten konzertsäle der welt, mit einem der besten orchester der welt und dem wohl derzeit besten klassischen schlagzeuger der welt ein konzert erleben dürfen – das hat was! und auch der blick auf dem heimweg ist nicht zu verachten.

dicke von dirk derbaum auf 500px.com

(auch wenn es nur ein kleiner iphone-schnappschuss ist)

zum konzert (programmheft)

es gab nur zwei werke die wir von unseren angestammten plätzen im ersten rang geniessen durften

und ich muss sagen – es klang wirklich hervorragend am gestrigen abend!

zum zweiten werk muss man nicht viel sagen – beethovens vierte. ein wenig im schatten der 3. und der übermächtigen 5. stehend. zu unrecht. ein feines stück musik! und hier merkte man maestro sanderling und dem orchester wieder einmal die freude über ihren konzertsall an. frisch, mit ganz viel spielfreude haben sie am ersten jahrestag der wiedereröffnung erklingen lassen! und es wurde ihnen mit viel applaus gedankt.

noch mehr applaus bekam das erste stück des abends und vor allem der solist martin grubinger. es gab kalevi ahos schlagzeugkonzert von 2010. von mir eher skeptisch erwartet habe ich meine meinung nach 5 minuten geändert. ein feuerwerk von schlagwerk. nicht nur der martin (den ich vor vllt. 10 jahren schon einmal erlebt habe und von dem ich damals schon begeistert war) auch die drei schlagzeuger der philharmonie waren in höchstform. man beachte auf dem bild von der bühne die grossen trommeln mit zugaben rechts und licks neben dem orchester und die diversen pauken im hintergrund!

räumliches klingen, wandern von tönen durch den raum – ein perfektes zusammenspiel! da war die – teilweise durchaus dissonante – musik des restlichen orchesters nur „schmückendes beiwerk“. sorry 😉
und in seiner zugabe zeigte der herr grubinger dann noch wozu 4 stunden üben täglich notwendig sind!
ich weiss ich werde es mir nie anhören oder im fernseher ansehen – dazu fehlt die live-athmosphäre aber ich verlinke das werk der vollständigkeit halber hier. für die interessierten leser hier.

ein bild und ein paar gedanken dazu zum schluss

(nein es geht nicht um die abgeschnittene hand rechts – aufpassen beim knipsen herr baum!)

es geht um die details in der architektur des hauses. wir sind ja gern etwas eher da und das ist für mich immer eine entdeckungsreise. es gibt so viele kleinigkeiten in diesem modernen haus zu entdecken – toll. so wie eben auch den wandfries im ersten rang. die fliegenden kosmonauten habe ich gestern zum ersten mal wahrgenommen 😉

in diesem sinne einen schönen sonntag allen geneigten lesern!

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ps – wer jetzt lust bekommen hat – heute 11.oouhr gibt es das konzert nochmal und restkarten sind wohl auch noch verfügbar!

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pps – @ herr rappel – wir haben das anrecht verlängert – es sind 8 konzerte in der nächsten saison, dazu kommen die orgelkonzerte die wir so besuchen (3 sind schon gebucht) – es ergibt sich also ein monatlicher besuch in den heiligen konzerthallen 😉

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neu auf dem plattendreher

„was ich an instrumentalstücken mag: wenn da kein text ist, kann es auch nicht wahnsinnig intellektuell sein.“ sagt mark oliver everett. und das hat mich bewogen dem neuzugang eine chance zu geben.

allein die album-art ist die anschaffung wert, 10“ gelbes vinyl, ein tolles cover! und was soll ich sagen – die musik ist durchaus auch anhörenswert – sogar ohne text!

falls es jemanden gibt den das album interessiert – ich verschenke wieder den zugehörigen download-code!

in diesem sinne – it goes to 11!!!

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