nachdenkliches

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sonntags

geht man in die kirche. oder zumindest an die kirche. so der plan. die sogenannte ‚kahle kirche‘ oberhalb von reichstädt sollte es sein. schon mehrfach besucht wollte ich sie heute endlich einmal in ruhe ablichten. allein der plan ward vereitelt. nein, nicht die kamera war schuld. alles equipment was benötigt hätte werden sollen war gefunden und am mann. das wetter war so wie gewünscht. die laune gut, aaaber die mitmenschen hatten wir wieder einmal ausser acht gelassen. just als wir parkieren wollte fuhr ein auto direkt vors begahrte fotoobjekt, es enstieg ein älterer herr der eine warnweste und eine flinte sein eigen nannte und den dicht nebendran stehenden hochsitz erklomm. das machte uns schon ein wenig ein mulmiges gefühl in der magengegend. also nur von ferne die kamera aufs stativ gestellt, position so gewählt das die karre hinterm busch verschwunden war und siehe da

kahle kirche von dirk derbaum auf 500px.com

ich präsentiere die kahle kirche. eins ist mir noch gelungen

kahle kirche von dirk derbaum auf 500px.com

dann hat mich das nächste auto – mit einem anhänger voller gartenbänke – von meinem kamerastandpunkt verscheucht und sich so vor dem ensemble positioniert das eine weitere knipserei sinnlos war. die frau r4pun2el war zwischenzeitlich den wald für eine herbstliche deko plündern

und kam mit der wenig beruhigenden nachricht zurück – da sind noch mehr menschen mit suvs und ähnlichen gefährten am waldesrand – die wollen hier bestimmt gleich jagd und so…

also haben wir uns in die clara verfrachtet und nix wie weg. 13 kurven weiter im tal der weisseritz haben wir es dann immer mal knallen gehört aber in beruhigendem abstand. und es gab die möglichkeit den bach das eine oder andere mal abzulichten.

weisseritz von dirk derbaum auf 500px.com

weisseritz von dirk derbaum auf 500px.com

wenigstens das…

in diesem sinne einen angenehmen tatort mit frau lindholm/furtwängler heute abend und noch ein wenig musok:

der geneigte leser sollte sich zeit nehmen für die musik – bruckners achte ist ganz schön mächtig!

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brückentag

brückentag – was macht man(n) da? richtig. man(n) fährt über brücken!

... von dirk derbaum auf 500px.com

um den sympatischen (alten) teil dresdens die neustadt zu besuchen. 😉 mal eine stunde wind um die ohren pusten lassen in den engen strassen der gründerzeithäuser. und ein wenig abstand zu gewinnen gut ein neues mousepad sollte auch noch rausspringen dabei – hat nach einigen anlaufschwierigkeiten auch geklappt!

aber die ganze geschichte. ich habe recherchiert – frau fruchtfliege macht um 10uhr auf. also komme ich kurz nach 10 freudig durch die kunsthofpassage gestiefelt – zielstrebig dem fruchtfliegenladen entgegen. eine frau kehrt mit dem hexenbesen die blätter zusammen die herwart hinterlassen hat. ich grüße freundlich und strebe der offenen ladentür zu. da tönt es hinter mir ‚ich habe aber noch zu!‘. erstauntes umdrehen meinerseits – provoziert die frage ‚was wollen sie denn?‘ meine antwort ‚ein mouspad‘ ruft ein ’na gut das geht‘ hervor. an der tür, wo wir aufeinandertreffen, meine vergewisserung ‚aber sie machen doch um 10 auf – steht so im internetz?!‘ wird mit einem unfreundlichen ‚ICH BIN DOCH KEIN COMPUTER!‘ beschieden. (hier konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen ‚ich auch nicht, darum komme ich erst 5 nach 10 hier an!‘) dinnen – ‚wir haben 2, eins aus papier, eins aus plastik‘ – das aus papier hatte ich mir zu hause schon ausgesucht. guggen konnte ich nicht – der laden war mit bänken und ähnlichem gartenmöbel vollgestellt. in eine tüte gepackt, auf den ladentresen gelegt – ‚macht 8,50 – haben sie es passend?‘ nach recherche meinerseits ’nein hab ich nicht. 50E oder plastegeld‘. ‚geht auch nicht‘ – und die entschwand um geraume zeit später wieder zu erscheinen – ‚hier haben sie 42,50 zurück‘. ich habe den irrtum aufgeklärt das ich wohl einen euro weniger zu erwarten habe – so stimmte hoffentlich die kasse am abend.
ich weiss es war montag, es war vormittags (ich bin um diese zeit aber eigentlich schon im mittag angekommen), es war brückentag – aber so geht es eigentlich nicht. warum sollte ich noch auf den andere elbseite fahren wenn ich etwas einkaufen will. um mich so abrüffeln zu lassen – eher nicht. dann bestelle ich halt doch wieder inline – der postbote ist freundlicher. UND – es waren durchaus schon etliche touristen unterwegs – was sollen die für ein bild bekommen. wenn man solche vorarbeiten hat um den laden zu öffnen dann muss man eben mal ne viertelstunde her aufstehen! oder wenigstens freundlich erklären ’sorry, ich bin heute etwas spät dran – wollen sie vllt. um die ecke noch einen #gaffee trinken gehen – dann bin ich für sie da! schade aber wohl üblich in D…

nach besuch beim freundlichsten fleischer und bestem gemüsemann der stadt dann noch diese entdeckung

herwart hat auch auf dem lieblingsfriedhof zugeschlagen 😮
bei der gelegenheit – wer meine wegebilder bestaunen will – die wohnen jetzt hier!

ach und fotografiert habe ich in der neustadt auch – der ‚film‘ ist zum entwickeln. sobald er fertig ist gibts ergebnisse hier…

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sonntags – nachtrag

sonntags geht man in die kirche. diesmal sogar noch leibhaftig. nicht zum erntedanken sondern zum orgelhören. ob das die beste idee des tages war – da muss ich noch drüber nachdenken. also kirche und orgel sind es unbedingt wert!

ziel war die obige george-bähr-kirche in forchheim mit der dort beheimateten silbermann-orgel

silbermann von dirk derbaum auf 500px.com

die kirche mit ihrem interieur aus einem guss und der nach der renovierung 2001 wieder wohlklingenden orgel ist durchaus eine grosse empfehlung wert (siehe auch!). über das gestrige konzert schweige ich noch – die frau r4pun2el hat nur immer gesagt ich solle nicht so hart in meinem urteil sein. ich werde noch darüber tippseln denke ich 😉

in diesem sinne erst einmal einen schönen brückentag – ich gehe mal orgel hören!

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unsere eule

‚unsere eule‘ ist fertig!

orgel

und damit der weinberg auch fertig ausgestattet. und wir haben sie gehört – gestern. solo.
was soll ich sagen – es ist eine orgel. es ist eine gute orgel.

saal

223 pfeifen sind hier zu sehen – die längste 6,73m hoch.

optisch sowieso – da überzeugt mich der saal immer noch – ich mag die warmen orangetöne zum weiss und holz und das metallische blau der orgel. ein schöner kontrast. womit wir schon zum aaaaber kommen.
es ist eine orgel – eine konzertorgel und keine kirchenorgel! nachall – fehlanzeige. dynamik – grossartig aber irgendwie nicht analog wie man es von einer orgel erwarten würde (danke frau r4pun2el für daswort-bild). manchmal klingt sie wie eine hammond-orgel das ist ja im prinzip nichts schlechtes aber hier eigentlich eher unerwarten und -passend. und es blinkert wie verrückt in der orgel (sieht man wahrscheinlich nur vom zweiten rang aus, aber es fällt auf – die elektronik regiert im inneren!)
und was mich doch bei einem neuen instrument wundert – man hört die tastenanschläge – nicht das pedal! – bei flinken fingerpassagen bis in den zweiten rang klappern.

sonst – wie es nach der weihe beschrieben wurde – sie klingt weich, warm, der ton liegt toll im raum und sie kann sowohl pianissimo als auch fortissimo. allerdings fehlt bei allen lautstärken number 11 – will sagen sie ist insgesamt zu leise. zumindest gestern abend. ist unser beider eindruck gewesen.

zum konzert. der kreuzkantor und orgelcustos herr gehring spielte auf. englische orgelmusik aus dem frühen 20. jahrhundert als hommage an den damals in england beginnenden einbau von grossen orgeln in die konzertsäle. und es waren feine stücke die er ausgewählt hatte.

programm

edward elagr, percy whitlock, herbert howells und als kleine zugabe arno landmann mit variationen über ein thema von händel. hat mir gefallen – am besten eigentlich der landmann.
kleines beispiel:

nicht in dresden aber trotzdem schön!
es waren kleine, interessante stücke musik die aber die klanglischen möglichkeiten des instruments – welches ja in diesem kontext ein ganzes orchester ersetzen soll – gut ins rechte licht rückten.
das erlebnis wird mich/uns weiter beschäftigen – am 15.11. werden wir erneut lauschen.

in diesem sinne allen geneigten lesern einen ebensolch schönen abend wie unser gestriger war!

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