traditionelles

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rituale

rituale machen auch in der dunklen jahreszeit sinn 😉

vor allem wenn es geregnet hat und die gaslaternen und pflastersteine (beides möge der schnöde mammon noch lange verschonen) eine durchaus kafkaeske atmosphäre schaffen. und zur belohnung gibts dann

frisch gebrühten #gaffee mit ofenwarmen brötchen! so kann das wochenende beginnen!

wer mehr #gaffee – bilder sehen möchte kann das. vorausgesetzt er hat einen instagram-zugang. da gibts das tägliche #gaffee-bild.

in diesem sinne einen schönen sonnabend!

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7.oktober

ist noch nicht. aber wie das so mit traditionen ist – manchmal klappt es einfach nicht. muss halt der andere verordnete feiertag herhalten. auch wenn sich der schwartenberg dank schietwetter in den wolken versteckt.

also haben wir das freilichtmuseum diesmal links liegen lassen und uns statt dessen ins shopping-gewimmel gestürzt. geflügelte jahresendfeiertagsfiguren zu kaufen. ob wir erfolg hatten wird sich zu gegebener zeit zeigen (und ich werde das auch hier kundtun!) eins ist uns auf alle fälle gelungen – die bergkirche – auch lichterkirche genannt – zu besuchen. an einem dienstag!

sie ist wohl die am häufigsten in holz nachgebildete kirche der welt. und weil feiertag ist konnten wir feiern – die orgel wurde bespielt!

man kann ja auch mal glück haben. es handelt sich hier um eine orgel der firma poppe aus stadtroda, gebaut 1873 und zuletzt restauriert und umgebaut auf barockklang von der firma eule 1983.

noch ein blick auf den kanzelaltar (alles zur baugeschichte steht in der wikipedia – das brauch ich hier nicht noch einmal abtippseln.

und siehe da – auf der heimfahrt wurde das wetter zunehmend besser und es gab sogar ein wenig sonne <3

alles in allem ein guter, erholsamer tag. und morgen ist übermorgen schon wieder freitag! und alle bilder heute sind mit dem iphone aufgenommen – bei dem wetter hab ich die nikon im rucksack gelassen.

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sonntags

geht man in die kirche – oder BACH an SILBERMANN. die zweite. nach unserem besuch vor zwei wochen in der kirche zu reinhardsgrimma um der dortigen silbermannorgel zu lauschen ging es diesmal nach nassau. nein nicht die hauptstadt der bahamas und bond-drehort sondern das zu frauenstein gehörende waldhufendorf im erzgebirge. genauer in die dortige kirche.

kirche nassau von dirk derbaum auf 500px.com

altar nassau von dirk derbaum auf 500px.com

die kirche wird schon 1346 erwähnt – mehr zum bau und zur geschichte habe ich bisher nicht gefunden. die orgel wurde 1745 bei herrn silbermann in auftrag gegeben aber wegen kriegswirren erst 1748 fertiggestellt. sie kostete damals 740 taler! und ist seither nur einmal gründlich restauriert worden – also weitestgehend original erhalten. nachzulesen hier und hier.

so steht sie im raum

totale von dirk derbaum auf 500px.com

und so sieht sie von der zweiten empore aus

organ nassau von dirk derbaum auf 500px.com

noch ein wenig detail vom prospekt

organ von dirk derbaum auf 500px.com

die südkoreanische organistin eunwoo lee hat ein sehr ansprechendes und vor allem zur orgel und kirche passendes programm ausgewählt- es umfasste werke von bruhns, grigny, frescobaldi, frohberger, buxtehude und bach. natürlich! und den wollen wir jetzt auch hören.

dieses stück darf hier mit genehmigung der künstlerin in voller länge erscheinen – danke dafür.
aber auch für die gesamte darbietung – mit viel herz und seele und dem instrument sehr angepasst in spielweise und ausdruck. besonders beeindruckend war für mich ein vibrato an der orgel das dann wohl tremulant heisst. das hatte ich so bewusst noch nie während das orgelspiels wahrgenommen.
alles in allem ein sehr gelungener ausflug ins wunderschöne osterzgebirge der zu wiederholen sein wird 😉

und nun noch einen schönen restsonntag!

naja vielleicht noch zwei bilder aus der kategorie – ’schlimmer geht immer‘ oder auch ‚en detail‘

altar von dirk derbaum auf 500px.com

numbers von dirk derbaum auf 500px.com

ich mag die fast grafische anmutung durch den extremen hdr-filter.

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einen tag

vom wochenende muss ich noch nachreichen. liegt weniger am fotografeur als mehr am fotolabor. ja, auch in der digitalen welt braucht man sowas manchmal. es gibt so apps – die man(n) nicht braucht aber die einfach spass machen.

app

so wie gudak. eine app bei der man wie beim analogen fotoapparat 24 bilder, also einen film, vollknipsen kann. einstellmöglichkeiten gibts keine. dafür wohl alle stunde einen zufälligen filter. und dann muss man 72 stunden warten bis der film entwickelt ist 🙂 klasse idee.

raus gekommen ist das

foto

klickklack aufs bild für die galerie aller gewordenen bilder!

wie ein überlagerter negativ-film. ich werde das sicher nicht übertreiben aber als nettes gimmick ab und zu benutzen!

zum ausflugsziel. wir waren in der dippser heide – gaaanz vorsichtig. schliesslich liegt dort immer noch viel munition rum.
aber auch sonst gibt es abenteuerliche sachen – vom kletterfelsigen einsiedlerstein über das schwarze sühnekreuz (sehr trickig zum finden weil mitten im wald, also abseits vom wege) bis zum ’steinernen messer‘. da wird noch mehr zu entdecken sein denn ich will unbedingt nochmal hin 😉

und nun noch einen schönen abend an diesem heissesten tag des jahres. bisher.

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sonntags

geht man in die kirche. um musik zu hören.
musik die mich seit frühester kindheit begleitet – in form dieser schallplatte

eterna

und doch habe ich es in meiner bisherigen lebenszeit nicht geschafft jemals ein konzert ebenda zu besuchen. aaaber letzten sonntag war es dann soweit – wir haben die orgel erklingen hören! kleine eindrücke:

und es blieb auch genügend zeit die kirche zu betrachten. da wäre zum einen silbermanns meisterwerk

orgel von dirk derbaum auf 500px.com

sein opus 21, geweiht am 6.januar 1731. sehr schön beschrieben hier.

die kirche an sich ist wesentlich älter – der grundstein wurde um 1200 gelegt. chor mit altar und zwei spätgotischen netzgewölben

altar von dirk derbaum auf 500px.com

entstanden in dieser form um 1600. ab 1742 hielt dann der barock einzug.

loge von dirk derbaum auf 500px.com

kanzel von dirk derbaum auf 500px.com

kanzel von dirk derbaum auf 500px.com

die kanzel bilder hat ein pirnaer maler 1672 angefertigt.

im kleinen querschiff stehen zwei alte grabmale über die ich leider nichts finden konnte

grabmal von dirk derbaum auf 500px.com

grabmal von dirk derbaum auf 500px.com

und zuletzt – manchmal muss es eben s/w sein – noch einmal die zwei netzgewölbe mit altar

altar von dirk derbaum auf 500px.com

in diesem sinne einen schönen sonntag mit der heutigen kantate von bach

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