Schlagwort ‘dresdensisches’

Artikel

unsere eule

‚unsere eule‘ ist fertig!

orgel

und damit der weinberg auch fertig ausgestattet. und wir haben sie gehört – gestern. solo.
was soll ich sagen – es ist eine orgel. es ist eine gute orgel.

saal

223 pfeifen sind hier zu sehen – die längste 6,73m hoch.

optisch sowieso – da überzeugt mich der saal immer noch – ich mag die warmen orangetöne zum weiss und holz und das metallische blau der orgel. ein schöner kontrast. womit wir schon zum aaaaber kommen.
es ist eine orgel – eine konzertorgel und keine kirchenorgel! nachall – fehlanzeige. dynamik – grossartig aber irgendwie nicht analog wie man es von einer orgel erwarten würde (danke frau r4pun2el für daswort-bild). manchmal klingt sie wie eine hammond-orgel das ist ja im prinzip nichts schlechtes aber hier eigentlich eher unerwarten und -passend. und es blinkert wie verrückt in der orgel (sieht man wahrscheinlich nur vom zweiten rang aus, aber es fällt auf – die elektronik regiert im inneren!)
und was mich doch bei einem neuen instrument wundert – man hört die tastenanschläge – nicht das pedal! – bei flinken fingerpassagen bis in den zweiten rang klappern.

sonst – wie es nach der weihe beschrieben wurde – sie klingt weich, warm, der ton liegt toll im raum und sie kann sowohl pianissimo als auch fortissimo. allerdings fehlt bei allen lautstärken number 11 – will sagen sie ist insgesamt zu leise. zumindest gestern abend. ist unser beider eindruck gewesen.

zum konzert. der kreuzkantor und orgelcustos herr gehring spielte auf. englische orgelmusik aus dem frühen 20. jahrhundert als hommage an den damals in england beginnenden einbau von grossen orgeln in die konzertsäle. und es waren feine stücke die er ausgewählt hatte.

programm

edward elagr, percy whitlock, herbert howells und als kleine zugabe arno landmann mit variationen über ein thema von händel. hat mir gefallen – am besten eigentlich der landmann.
kleines beispiel:

nicht in dresden aber trotzdem schön!
es waren kleine, interessante stücke musik die aber die klanglischen möglichkeiten des instruments – welches ja in diesem kontext ein ganzes orchester ersetzen soll – gut ins rechte licht rückten.
das erlebnis wird mich/uns weiter beschäftigen – am 15.11. werden wir erneut lauschen.

in diesem sinne allen geneigten lesern einen ebensolch schönen abend wie unser gestriger war!

***

Artikel

das gute

liegt oft so nah! in diesem falle an der elbe – mitten in der stadt. in der grössten kirche sachsens. wenn man so wie wir orgelmusik mag. orgelmusik am mittag – immer sonnabends und hier

eine halbe stunde aus der welt austreten und der grossartigen silbermann-orgel lauschen.

müsste man jeden sonnabend machen – geht aber leider nicht zu verwirklichen. das zu hörende klangbeispiel ist übrigens aus der ’suite medievale‘ von jean langlais. namentlich der anfang von ’sortie‘.

***

Artikel

sonntags

geht man in die kirche – noch dazu an trinitatis. (auch wenn es schon am profanen sonnabend war). zur orgelmusik. am mittag.

orgel von dirk derbaum auf 500px.com

es gab bach. und bach und rinck. sehr gute musik! so eine kleine halbe stunde fernab von allem tut richtig gut. vorgetragen von andreas cavelius. gut. sehr gut.
und es gab wieder einige kleine details zu entdecken. so an der kanzel von balthasar permoser. der engel mit der dornenkrone

dornen von dirk derbaum auf 500px.com

und – das liiiicht!

kanzel von dirk derbaum auf 500px.com

alles natürliches licht. sonnenlicht – reflektiert vom marmorboden und den polierten kirchenbänken. wer mal zeit hat sollte sich an einem sonnigen tag (möglichst mit schnell ziehenden wolken) mal in die kirche setzen und die lichtspiele beobachten. am spannendsten ist es wohl um die mittagszeit. auch auf dem einen seitenaltar war es spannend zu beobachten wie die madonna mit dem kinde ‚erleuchtet‘ wird.

altar von dirk derbaum auf 500px.com

zum schluss noch ein kleiner flügelaltar – er hängt an einer säule im durchgang zum seitenschiff. ich hab aber nix dazu gefunden.

und nun musik. bach. zum trinitatis

***

ach ja – eine premiere gabs auch noch

zwinger von dirk derbaum auf 500px.com

den zwinger. zum ersten mal! mit bäumchen. das habe ich in meinem leben ja noch nie gesehen. aaaber ich muss sagen – die gehen ein wenig unter. am besten gefallen mir noch die töpfe! ich denke die bäumchen werden sich noch anpassen und ein wenig wachsen – und vielleicht werden es ja noch ein paar mehr. touristen waren es schon ein paar mehr 🙂 (gut zu erkennen – trotz 3min belichtungszeit)

***

Artikel

nachtrag

zum sonnabendlichen besuch hier

palast

zum einen – heute vor einem jahr habe ich meine karte für das konzert bekommen – irre wie weit im voraus….
zum anderen – hier —> klickklack – gibt es noch eine kritik zum konzert, zum saal und zur akustik zu lesen. aus fundierter feder – der herr keuk beschäftigt sich beruflich mit solchen dingen! ich empfehle eh seinen blog zu verfolgen bzw. seine kritiken in der old-school-presse zu lesen!

und wer geburtsatg hat muss singen – zumal wenn es der 65. ist! happy birthday rosanne cash

uuuund – es ist freitag abend! gleich 3x hintereinander 😉

***

Artikel

362 tage

vorfreude!

48

so lange hing die karte für den gestrigen abend am spiegel.
vorfreude auf den „neuen“ kulturpalast und auf mahler. die 6.! zum saal hab ich ja hier und hier schon geschrieben. wie er aussieht wusste ich also schon – aber nicht wie er klingt. um das zu erfahren hatte ich eigentlich den in meinen augen perfekten platz bekommen. erster rang ganz hinten und fast völlig in der mitte.

saal

und was soll ich sagen? ich bin gemischter gefühle. kein vergleich zum alten saal im kuturpalast aber erst recht kein vergleich zum schauspielhaus! das orchester hat platz – wobei ich wiederum erstaunt bin, bei dieser besetzung (110musiker) wird der platz schon wieder ganz schön eng! –

orchester

aber vor allem der klang hat platz! rein subjektiv gesehen und natürlich auch nur von diesem platz aus beurteilt – ich würde meinen equalizer anders einstellen. die bässe – meint die kontrabässe – gehen ein wenig unter. und die hohen bläser decken alles zu – zumindest bei grossen lautstärken. das hat teilweise richtig auf die ohren gedrückt. aber ich denke im laufe der zeit wird alles noch eingepegelt werden! am besten klingt das ganze zusammenspiel bei piano-stellen. dann aber so richtig schön kristallklar!

und mahlers 6. hat durchaus auch solche passagen! neben den 3 berühmten hammerschlägen. von denen herr janowski nur zwei ertönen lies – gemäss einer mahlerschen änderung der ersten partitur. aber die sassen! 😉
das orchester in feiner spiellaune – man merkt ihm auch nach zwei wochen noch die freude über den neuen saal an, im fast ausverkauften ein dankbares publikum – es war ein guter abend!
und auch der expresso vom caterer ist ganz leggor!

gaffee

noch zwei kleine sachen

da gehts lang

da

und das gebäude hat sich von aussen in 48 jahren fast nicht verändert!

und ich doch auch nicht – oder 😉

in diesem sinne einen schönen sonntag noch!

***