Archiv vom ‘8. Mai 2016’

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es

wird zeit das der kulturpalast fertig wird. wie schon mehrfach erwähnt tut der klang im schauspielhaus dem orchester nicht gut. ich wiederhole das – obwohl ich das haus und den saal mag.

konzert-1

konzert-4

aber er ist einfach nicht für grosse orchesteraufführungen gemacht. leider. man hat es auch gestern wieder deutlich gehört. nächstes jahr um diese zeit sollte das der vergangenheit angehören, schliesslich ist dann ja der neue konzertsaal fertig.

aber zum konzert. ich war ja noch nie der grosse liszt fan. und bin es auch weiterhin nicht.

konzert-2

ein ganzer abend ihm gewidmet – ich hatte schlimme befürchtungen. und dann noch der auftakt! hörner und celli führen das thema durch die sinfonische orpheus-dichtung. böse ahnungen!
aaaaber – alles gut! das stück ist nicht meins – irgendwie kommt es mir vor wie stehgeiger-musik aus der k&k-monarchie. naja…

dann schubert, von liszt bearbeitet. schönes motiv. gutes piano-spiel von LOUIS LORTIE. in den solo-parts sehr gut zu hören. beim zusammenspiel mit dem orchester waren die akustischen mängel des hauses gravierend. war das orchester piano hat der -dominante – flüges es kaputtgespielt. war alles forte klingt es nur nach matsch. kein instrument ist mehr zu deutlich zu unterscheiden. zumindest im 2.rang. schade. die aufführung war richtig gut! das hat auch die zugabe bewiesen. irgendwie hörte man schon das der herr liszt ein grosser klaviervituos gewesen sein muss!

nach der pause dann die dante-sinfonie. zwei vorurteile – liszt und frauenstimmen in einer sinfonischen dichtung. neeeee…
und keine damen des philharmonischen chores auf der bühne? hmmm.
ich habe mich belehren lassen. es geht. beides. liszt und chor. und auch die akustik wirkte hier wieder besser. klare töne, weiche streicher, strahlende bläser und ein chor der aus dem off ganz fein gesungen hat. eine wunderbare idee die frauen vom 1.rang-foyer aus singen zu lassen. das hat die feinheit des gesanges unterstrichen! ich bin immer noch angetan. damit die geneigte leserschaft sich eine vorstellung vom stück machen kann:

ich habe es heute morgen noch nicht ganz durchgehört, weiss also noch nicht ob die aufführungen zu vergleichen sind. (nach ausgiebigen anhören kann man es vergleichen!)

noch ein wort zur maestra (das wort gefällt mir besser als dirigentin) SIMONE YOUNG. selten habe ich ein solches energiebündel am pult erlebt. sie lebte die musik, von tragischen, grossen gsten bis zu fröhlichem, antreibendem hüpfen. einfach toll. der warme applaus hat das dann auch bestätigt.

konzert-3

es war also doch ein feiner musikalischer abend. alle vorurteile nicht bestätigt. auch wenn mir zu guter letzt ein dicker fauxpass passiert. habe ich doch tatsächlich den herrn ‘mehrlicht’ für den taxifahrer gehalten :-o. das tut mir echt leid – aber 11 jahre sind eine lange zeit.

und noch zum schluss. der zwinger macht auch nachts eine gute figur.

zwinger2

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ach ja – herr rappel – da sind noch immer mindestens zwei glühlampen im kronleuchter kaputt! – eine links und eine rechts in der mitte!

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update – ein paar tage später. inzwischen gibt es auch die offizielle kritik online. nachzulesen im blog von herrn mehrlicht und auf dem blog ‘musik in dresden’. wer denn also mehr, wissenschaftlich fundierteres, lesen möchte sei herzlich eingeladen den links zu folgen!

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