Archiv vom ‘28. Juli 2018’

Artikel

spurensuche II

spurensuche – jetzt aber so richtig. wobei ich beschlossen habe doch noch einmal 2 artikel daraus zu machen – sonst wird es zu unübersichtlich. für meinen geschmack. teil I

von orten und häusern

was mich schon lange gereizt hat, der herr rappel hats noch angestachelt, jetzt hab ichs mal umgesetzt. die alte junge wüstung oelsengrund. den ehemaligen ort meinerseits zu beschreiben ist unnötig. das hat der herr kadner hier mit liebe und sachkenntnis schon getan. ausfühlicher und genauer als ich es könnte.

‘zum opfer gefallen’ ist er dem talsperrenbau in bad gottleuba. um solche ereignisse wie auf den bildern hier zu verhindern. weil die talsperre gleichzeitig trinkwasserreservoir ist musste alles oberhalb der staumauer weichen. also fast. und diese reste war ich nun 50 jahre später unterwegs zu suchen.

meiner runde nach kam ich zuerst an den resten der clemensmühle vorbei

clemensmühle I von dirk derbaum auf 500px.com

clemensmühle II by dirk derbaum on 500px.com

diese mühle war mit über 700 jahren mahltradition die älteste mühle in der gegend. nach 1951 fungierte sie dann als ferienheim der tu dresden (ich zitiere die tu: “Am Anfang des Jahres 1951 monierte der Studentenrat der TH Dresden, dass den fast 4000 Studenten der Hochschule kein eigenes Erholungsheim zur Verfügung stehen würde. Kurze Zeit darauf wurde der Hochschule die idyllisch aber auch abseits gelegene Clemensmühle im Tal der Gottleuba nach Enteignung durch das Kreisratsamt Pirna zur Nutzung übergeben.
Die sehr spartanische Unterkunft im Oelsengrund war von Anfang an vorrangig für die Nutzung durch die Studenten vorgesehen. Anfangs standen den Studenten etwa 40 Betten zur Verfügung. Durch Ausbaumaßnahmen konnte die Bettenanzahl auf etwa 60 gesteigert werden.
Die Unterbringung und vor allem die Verpflegung der Gäste waren anfangs sehr problematisch. Jedem Gast stand 1951 eine tägliche Ration an Lebensmitteln zur Verfügung, die u. a. 65g Fleisch, 30g Marmelade und 30g Magerquark beinhaltete. Um die Lage etwas zu entspannen, wurde z.B. im Tausch gegen das anfallende Heu zum Jahresende 1951 ein Schlachtschwein beschafft.”
)

weiter gehts im grunde – am wehr und diversen brückenresten vorbei – darüber mehr in teil II

das hochwasser 1957 hat auch das spritzenhaus im grunde zerstört – es wurde ein neues gebaut. und das begrüsste mich als nächstes.

spritzenhaus I von dirk derbaum auf 500px.com

spritzenhaus II von dirk derbaum auf 500px.com

ein bissel wie ein hexenhaus mitten im walde. aber hexe habe ich keine gefunden – auch wenn es schon lange nicht mehr verschlossen ist

schloss von dirk derbaum auf 500px.com

spritzenhaus III von dirk derbaum auf 500px.com

an den geisterbäumen – abgebildet in der ersten spurensuche – vorbei fand ich das nächste relikt. das wahrscheinlich grösste noch erhaltene.

meiselmühle von dirk derbaum auf 500px.com

meiselmühle II von dirk derbaum auf 500px.com

meiselmühle I von dirk derbaum auf 500px.com

die aussenmauern der ehemaligen meiselmühle. leider weiss ich von ihr gar nichts und kann auch nichts finden. ausser das das wirtschaftsgebäude beim hochwasser 1927 weggespült wurde.
wendepunkt meiner tour war dan die brücke über den nasenbach

nasenbachbrücke von dirk derbaum auf 500px.com

unterhalb der brücke an der mündung in die gottleuba gab es eine weitere mühle, die köhler-mühle. die wurde aber 1927 völlig zerstört und wohl auch nicht wieder aufgebaut. keine reste zu finden…
ab da bin ich wieder zurück bis zum ehemaligen dorfplatz von oelsengrund um von dort steil bergauf nach oelsen zurückzulaufen.

soweit der zweite teil zu meiner spurensuche. für teil III bin ich auch schon am recherchieren.

danke an alle geneigten leser die bis hierhin gelesen haben.

teil II folgt in kürze! teil II steht jetzt hier!

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