Monat: November 2021

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spazieren

spazieren – oder die perspektive machts oder den kopf lüften tut gut (nachdem der gestern wieder feinsten migräneattacken ausgesetzt war).

so ein wenig im wald rumlaufen – manchmal bin ich dankbar für einen freien tag in der woche. gewesen bin ich beim feinen feldweg in der struth – das dürfte dem geneigten leser hinlänglich bekannt sein. rückblickend

was hat das nun mit perspektive zu tun? nix. aber das vielleicht:


alle 3 bilder aufgenommen ohne das ich mich bewegt hätte (also mit den füssen). und doch 3 ganz verschiedene bilder. von ‚endloser weite‘ bis zum fast intimen tunnel. ist schon erstaunlich. das mit der optik und dem gehirn. und ich weiss nicht welches ich preferiere – alle 3 haben ihre berechtigung. finde ich.interessant auch der blick der elektronik auf fareben und kontraste – alle 3 haben die im bild gespeicherte farbtemperatur behalten und sind in aurora mit dem gleichen preset entwickelt.alle 3 sind mit den eingebauten leica-optiken im huaweii gemacht.

und was soll ich sagen? genug material für den adventskranz und noch mehr deko gabs im wald auch! gut so…


sonntags

onntags geht man in die kirche. oder auf den friedhof. wenn totensonntag ist. aber das machen nur die leute die sonst das ganze jahr nicht hinkommen. oder so. ich wollte mal testen ob das hier auch mit diesen wunderbaren gotischen initialen funktioniert die ich neulich in einem buch über gotische schriften gefunden habe. das funktioniert natürlich bloss im tagesmodus so richtig. aber er lässt sich vergrössern um details ansehen zu können. das gefällt mir gut, vielleicht übernehme ich das für meine zukünftigen #kirchensafari – seiten.


ein wenig licht ins tägliche dauerdunkel bringt mir immer der engel mit grubenlampe an der kirchendecke der schellerhauer dorfkirche!


in diesem sinne noch einen ruhigen sonntagnachmittag und – bleiben sie oder werden sie gesund!

ps – natürlich waren wir auch auf dem friedhof – so wie jeden sonntag und zwischendrin auch. die mama würde sich freuen freuts. das grablicht ist übrigens weitgereist – vom kruppschen friedhof in essen – aus dem dortigen grablicht-automaten. (es gibt nix was es nicht gibt!) und die streichhölzer sind gleich dabei!

laufen

laufen um des laufen willen. und um frische luft zu tanken. und um aus dem mief der stadt zu kommen. und um den ‚heiligen weg‘ weiter zu verfolgen. letzteres hat nur bedingt geklappt – ich weiss jetzt wo ich wieder ein stück gehen kann aber meine heutige route (komoot) hat ihn nur gestreift. aber frische luft gabs und stadt gabs nicht. aber kettensägen und harvester berserkern auch am sonnabend im walde herum. na ja, wälder müssen brennen für den sieg das klima…

aber davon hab ich mich nicht beirren lassen und auch ein paar kleinigkeiten am wegesrand festgehalten (liebe grüsse elbabwärts 😉 )


und was gelernt habe ich auch wieder – über die flösserei im erzgebirgsvorland, immerhin wurde bis 1872 brennholz (da haben wirs wieder) aus dem tharandter wald über den seerenbach und die wilder weisseritz nach dresden geflösst. erst ab gings per eisenbahn – die auch durchs seerenbachtal fährt.


und es gibt immer wieder sachen die mich arg wundern. für die flösserei wurde der seerenteich angelegt – um mit schwallwasser das holz zu flössen. als es mit der flösserei vorbei war kamen die sommerfrischler. es wurde ein ausflugsgasthof gebaut, es gab einen gondelbetrieb, es war leben im tal! das sah dann so ungefähr aus


den teich gibt es wieder – nachdem er nach 1989 verlandete und erst nach dem hochwasser 2002 saniert wurde. und er sieht, ungefähr von der gleichen stelle aus gesehen, heute so aus



nicht das ich die stille nicht genossen hätte – aber warum funktionieren diese ausflugslokale nicht mehr? ich habe keinen menschen getroffen (wie immer bei meinen letzten ausflügen) – wo sind die alle? warum gibts keine sommerfrische mehr? reicht so ein kleiner see mit ein paar gondelkähnen nicht mehr als ausflugsziel (der hatte sogar ne bahnhaltestelle in den guten alten zeiten)? fehlt da der kick, das spektakuläre erlebnis? wo alle jammern das sie stadt und den stress satt haben? wer weiss. ich bin froh den wald für mich zu haben aber auf ne brause und ne wurst wäre ich schon eingekehrt. früher war manches doch besser.

(noch einmal von der fotothek)

so war das an diesem dunkelgrauen november-sonnabend-morgen – würde der blognachbar als schlusssatz schreiben.


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buss- und bettag

was macht man(n) wenn in seiner heimat als einziges im weiten land mitten in der woche ein feiertag ist?
richtig, er geht trotz niesel-piesel-wetters pilgern. ein stück des entdeckten uralten pilgerwegs. eben den ‚heiligen weg‘- in der anderen richtung als letztens am donnerstag aber vom gleichen ausgangspunkt aus. in richtung der (ehemaligen) pilgerkirche fördgersdorf (die hat sogar schon ihre eigene, noch zu vervollständigende, #kirchensafari-seite!). ein richtig feines novemberwetter begleitete mich




über den kirchweg ging es dann zurück, den kurort hartha streifend.




an eben jenem kirchweg hab ich noch eine kuriosität (zumindest aus heutiger sicht) gefunden – einen „stein der ruhe“.






es ging bei ihm schon ums ausruhen, aber nur bei speziellen anlässen. und zwar wurde da der sarg abgestellt damit die träger ausruhen konnten. früher wurden die toten nämlich vom nachbarort zum kirchof getragen – einen leichenwagen gibt es erst seit dem ende des 19. jahrhunderts. wer die runde nachverfolgen möchte kann das wie gewohnt bei komoot oder auch bei mapy

zuvor aber noch das




eine halbe stunde kirche für mich alleine mit orgelbegleitung! toll. in der mir bis heute unbekannten kirche zu grumbach. und noch einmal dank an die junge organistin die sich durch meine anwesenheit in keinster weise stören lies.





welche durchaus sehenswert ist – nachzuvollziehen auf der zugehörigen #kirchensafari-seite!
also alles in allem ein guter freier tag inmitten der woche, auch durch eine gehörige portion ruhe…



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