Kategorie: kleinigkeiten am rande

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sonntags

sonntags geht man in die kirche gibt es neue kreuze!


gestern haben wir neue kreuze ge- und besucht die jetzt schon meine aufstellung ergänzen. ein klick auf das jeweilige bild öffnet die seite mit den erweiterten informationen. viel spass beim stöbern. und ein tip – die suche nach solchen kreuzen beschert wunderschöne blicke ins land!


(10 minuten später hat es wieder geregnet!)

SUNday by dirk derbaum on 500px.com

 


in diesem sinne einen schönen november-sonntag!

noch ne baustelle


nachdem ich mich vor 20 jahren schon mal mit den in der näheren umgebung recht zahlreich vorhandenen sühnekreuzen befasst habe (das war noch so ganz analog ohne irgendwelche aufzeichnungen) hat mich der zufallsfund am letzten sonntag wieder einmal angefixt.


also habe ich die frau r4pun2el losgesschickt von mir gewünschte literatur aus der bibliothek zu holen. hab gelesen und am feiertag eine erste runde gedreht um einige dieser uralten kulturdenkmale aufzusuchen. nun ist es so das es allein in sachsen über 300 steinkreuze geben soll. ich werde also – wie ich es in letzter zeit angefangen habe – eine seite dafür anlegen. dann kann ich bei bedarf einfach ergänzen. ich beabsichtige nämlich nicht die suche exzessiv zu betreiben sondern nur im vorbeigehen/-fahren die ganze sache ein wenig zu dokumentieren. da sind dann die ergebnisse schön konzentriert. zu sehen sind diese hier.


die bilder zeigen die kreuze in liebstadt, das in oelsen und eins in börnersdorf – mit schaf!
in diesem sinne einen guten start ins wochenende!

von sühnekreuzen, kapellen und wegsäulen

zu den kreuzen kommen wir später hier. erst einmal zur kapelle bzw. dem weg dahin.

 

wald

 

unser ausflug am sonntag hat so spass gemacht und noch sachen offengelassen – also sind wir noch einmal ins östlichste osterzgebirge gefahren. um die peter-paul-kapelle in krasny les zu besuchen zu der es uns am sonntag zu weit war. und wir haben sie gefunden:

 

 

hinten lugt sie durch die bäume.

 

kapelle II by dirk derbaum on 500px.com

 

kapelle III by dirk derbaum on 500px.com

 

 

da steht sie – irgedndwo im nirgendwo. neben dem alten kellergeschoss

 

 

eines gebäudes des aufgelassenen teils von schönwald.
von aussen wurde sie in den letzten jahren wohl mal saniert (ich hab irgendwo was von 500000€ gelesen), auch das dach ist neu. aber von innen ist noch einiges zu tun!

 

 

der geneigte leser beachte das naive altarkreuz! 😉 – so ganz sicher bin ich mir nicht – offiziell steht geschrieben die kapelle sei die peter-paul-kapelle. errichtet vom müllermeister ferdinand rosenkranz im jahre 1840. in der kapelle dagegen ein zettel der sie als thomaskapelle ausweist. erbaut schon 1683 und nach dem heiligen thomas zu striesen benannt. er soll einmal im monat alle bedürftigen zum essen eingeladen haben. – ich lass das jetzt mal so stehen, kann es weder belegen noch widerlegen.

zurück ging es nicht durch den oelsengrund sondern über die alte schönwalder strasse und die alte dresden-teplitzer poststrasse.
aber dazu komme ich später – sonst wird das hier zu lang. ich schreib noch mindestens einen artikel dazu – der sich dann mit den kreuzen und wegsäulen beschäftigt. versprochen.
wer unsere tour nachvollziehen möchte – das geht hier und hier (danke an frau r4pun2el)!

 

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von farben und ausblicken

sonntags – wenn der herbst auf der leiter steht.

 

leaf by dirk derbaum on 500px.com

 

path by dirk derbaum on 500px.com

 

 

führt uns unser weg weg zur thiele – aussicht mit dem dort befindlichen biedermann-mausoleum.

 

mausoleum by dirk derbaum on 500px.com

 

 

angeblich hat hier schon adrian zingg gestanden und eins seiner berühmten bilder von der sächsischen schweiz geschaffen.

 

river by dirk derbaum on 500px.com

 

stone by dirk derbaum on 500px.com

 

nacheinem feinen picknick – wir hatten den papa mit – ging es leichten fusses zurück zum schloss thürmsdorf

castle by dirk derbaum on 500px.com

 

 

die dortige schokoladenmanufaktur liessen wir diesmal wegen überfüllung links liegen. ein ganz kleine runde mit tollen blicken auf die bunte welt und damit ein guter sonntag!

 

königstein

königstein

 

manchmal muss es auch schwarz/weiss sein. die stadt im dunst und der glitzernde fluss – die romantiker hätten ihre helle freude an der szenerie gehabt!

 

***

 

to be continued…

#stundenurlaub

einen schönen spätsommernachmittag sollte man nutzen und noch ein wenig spazieren gehen. haben wir gemacht und es war gleichzeitig wie eine kleine spurensuche. wir waren auf den spuren des sächsischen steinkohelabbaus, der säachsischen eisenbahnen und des sächsischen königshauses unterwegs. und das alles auf einer kleinenn runde von knapp 8km. mein komoot war aus aber frau r4pun2el hat getrackt – hier.

eigentliches ziel war dies

 

segen gottes schacht

 

ein mahn- /denkmal für für die bei einer schlagwetterexplosion am 2.august 1869 273 umgekommenen bergleute. noch ein detail der sehr gepflegten massengrab-anlage

 

detail by dirk derbaum on 500px.com

 

 

und alle namen sind auf sandsteintafeln verewigt

 

namen by dirk derbaum on 500px.com

 

 

ein wenig bedrückend ist das schon. es zählt zu den schwersten bergwerksunglücken hier im osten, insbesondere im freitaler revier.

die nächsten spuren beziehen sich auf das sächsische königshaus – namentlich auf den im volke sehr beliebten könig albert! (seine gattin königin caröla hat unter anderem auch den schauplatz des oben erwähnten unglückes und die hinterbliebenen besucht) nach dessen tod 1902 wurde beschlossen ihm ein denkmal zu errichten und was lag näher als dies auf der exponierten spitze des windberges zu tun. und so steht es heute vor uns

 

albert denkmal by dirk derbaum on 500px.com

 

 

17m hoch, aus sandstein und DAS wahrzeichen freitals. von hinten

 

hinten by dirk derbaum on 500px.com

 

 

jetzt ist auch der atemberaubende ausblick den man von da oben hat zu erkennen! so sieht das aus (das gegenlicht muss der geneigte leser in kauf nehmen!)

 

 

der ausflug lohnt sich also!

und dann waren noch die spuren der eisenbahn. der windbergbahn. das stück bis gittersee kann ja noch befahren werden – aber ab da bis zum ende der ehemaligen regel-spur-nebenbahn in posendorf ist es jetzt ein schöner rad/wanderweg. der ehemalige haltepunkt kleinnaundorf ist erhalten – samt offenem abtritt 😉

 

 

und die kunstbauten – alle noch erhalten – fügen sich in die landschaft ein als gehörten sie dahin

 

 

was für mich völlig neu war und was ich erst wieder einmal verdauen und nachlesen will ist – die bahn führte bis auf den windberg hoch. als abzweig zum kohleabtransport.

 

(bild entlehnt aus dem wiki-artikel)

aber was vom gleise blieb

 

 

ist nicht viel. nur ein stück rangiergleis in kleinnaundorf…

zum schluss – wenn das licht durchs stahlwerk scheint

 

lights by dirk derbaum on 500px.com

 

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…wird fortgesetzt — ist fertig!

der geising

der geising

geising I by dirk derbaum on 500px.com

 

 

reichlich 820m hoch ist die quellkuppe im osterzgebirge, aus basaltgestein (wer hat nur die ganzen steine da aufgeschichtet?!) und einer der markantesten berge der gegend!

jeder kennt ihn!

denke ich zumindest.

 

 

nicht zuletzt wegen des markanten turmes. der luisenturm

 

luisenturm by dirk derbaum on 500px.com

 

 

18m hoch, unten 4 oben 3,50m im durchmesser und 88 stufen führen nach oben. seit 1891. und gebaut wurde er in 68!!! tagen. nciht wochen oder monaten…
von oben dann ein 360°rundblick mit – je nach wetterlage – fernsicht bis in die sächsische schweiz oder ins isergebirge.

so ungefähr

 

altenberg by dirk derbaum on 500px.com

 

 

zinnwald mit lugstein und lugsteinhof und altenberg mit zinnbergwerk, kahleberg und galgenteichen…

und das grosse braune loch in der mitte des bildes bringt uns gleich zur nächsten geschichte der gegend – zum bergbau. es ist die altenberger p(b)inge – ein grosser bergwerkseinbruch von 1620. und später… zu details verweise ich auf das grosse lexikon. und am linken bildrand im vordergrund ist auch schon unser neues ziel zu sehen – ein weiteres denkmal der bergbausgeschichte – der markscheidestein.

 

 

der weg dahin über ruhige, sehr gefällige feldwege

 

lane by dirk derbaum on 500px.com

 

 

dieser stein dient der übertage – markierung einer grenze das abbaugebietes zweier konkurierender bergbauunternehmen. hier noch einmal besser erläutert

 

 

gleich neben dem stein steht das häuschen vom treibschacht der rothzeche. der wird heute noch zur bewetterung des altbergbaues genutzt. auf dem rückweg kann man weitere überirdische relikte des bergbaues betrachen –

 

 

links der schacht überhauen 20 – als frischwetterschacht seit den 1980er jahren in betrieb und rechts das – nicht mehr in betrieb seiende pulverhaus

 

 

es wurde 1793 an dieser stelle weit ausserhalb der stadt gebaut und war bis in die 2. hälfte des 19. jh in betrieb.

alles in allem eine interessante, lehrreiche runde. nachzugehen hier. und durchaus auch eine #spurensuche wert. aber noch eine baustelle aufmachen schaffe ich derzeit nicht. vllt. wenn ich mal rentner bin 😉 – man sollte sie aber öfter und zu verschiedenen jahreszeiten gehen glaube ich (mein letztes mal ist mindestens 20 jahre her). nicht zuletzt weil die einkehr auf dem geising einlädt (und die knobi ist lecker!)

in diesem sinne noch einen schönen sonntag und kreuz machen nicht vergessen!

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