frische luft tat not. also besuchte ich noch einen weissen fleck auf meiner #sühnekreuz – liste im tharandter wald. den sogenannten ‚resag stein‘
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und weil es so ein schöner vorfrühlingstag war
gabs auch ein ausgiebiges picknick. mit zwei laut schwatzenden eseln – weil sie so viel erleben durften
nebenbei haben wir noch festgestellt – die erde ist keine scheibe!!!
und weil es eben so schön war – und wir einmal in der nähe waren – das namenlose kreuz im tharandter wald (in der näche von naundorf – siehe) war ein weiteres ziel.
die drohne war auch mit und so gibt es einmal rundum
es gibt noch mehr filme – vielleicht morgen dann. fazit – ein feiner halber tag in der natur – nur gaaanz wenige leute getroffen (2 wanderer und 4 radler sowie einen traktor), sonne getankt, ruhe gehabt… (die ganz tour gibts bei komoot)
weil wir neulich bei langen zeiträumen waren bis mir etwas gelingt – sage und schreibe 64 jahre musste ich warten um dieses stück musik einmal live zu erleben!
und es war grandios! spielfreude in allen teilen des orchesters, ein sehr disziplinierter dirigent (der auch die grossen gesten beherrscht – und das mit gerade 30 jahren), so muss die meistgespielte sinfonie der welt klingen! und das largo in gedenken an die mama – einzigartig! auch die zwei ersten stücke des abends – eine ouvertüre der Gräfin Dora Pejačević und 7 lieder von Alam Mahler waren durchaus geeignet das orchester und seine solisten zu loben! danke für den schönen abend. wir haben das zugleich wieder mit einem ‚urlaub in deiner stadt‘ verbunden – diesmal nicht im townhouse sondern hier
erstes haus am platze und diese bezeichnung ist durchaus gerechtfertigt! es war fein, vom abendlichen cocktail bis zum morgendlichen expresso! und weil es tradition ist und sich anbietet waren die alten meister auch noch einmal ziel.
man kann also sagen – ein rundes wochenende! und weil man sonntags ja in die kirche geht waren wir da auch – auch wenn es schon am sonnabend war
nach vielen tagen nur in der grossen stadt tat es not wieder einmal in den wald zu gehen. auch wenn das wetter alles andere als einladend war. wenigstens eine kleine runde im tharandter wald sollte es sein.
bis zur warnsdorfer quelle führte mein weg – picknick inklusive. und es bot sich an noch einmal über die wüstung warnsdorf nachzudenken. der herr clarus hat mal meine gedanken zusammengefasst (er kann einfach schneller tippen als ich)
#spurensuche – Die Wüste Warnsdorf im Tharandter Wald
Es ist eigenartig still hier oben. Der Tharandter Wald schluckt Geräusche. Nur das Rascheln der Buchenblätter und das leise Murmeln des Wassers sind zu hören. Man steht an der Warnsdorfer Quelle – unscheinbar, klar, gefasst – und ahnt doch: Hier war einmal mehr. „Wüste Warnsdorf“ nennt man diesen Ort. Und wer das Wort zum ersten Mal hört, denkt vielleicht an Sand und Ödnis. Doch „wüst“ bedeutet hier: verlassen. Ein Dorf, das verschwand. Kein Kriegsschauplatz, keine Ruinenstadt – sondern eine mittelalterliche Siedlung, die einfach aufhörte zu sein. Im 12. Jahrhundert, als die Wälder gerodet und neue Dörfer gegründet wurden, entstand hier Warnsdorf. Archäologische Untersuchungen belegen Brunnen, Hausstellen, sogar Hinweise auf eine kleine Kirche. Holzfunde lassen sich dendrochronologisch auf die frühen 1160er Jahre datieren – also in jene Zeit, als deutsche Siedler das Land erschlossen und dem Wald Ackerflächen abrangten. Man darf sich einfache Holzhäuser vorstellen, Rauch, der aus Dachöffnungen zieht, Felder auf steinigem Boden, Viehtrieb entlang der Waldsäume.
Und dann – Stille.
Im 14. Jahrhundert wurde das Dorf aufgegeben. Warum? Vielleicht waren die Böden karg. Vielleicht trafen Missernten oder Krankheiten die kleine Gemeinschaft. Vielleicht lockten bessere Standorte. Manche vermuten, dass die Bewohner ins nahe Dorfhain zogen. Der Wald kam zurück. Er hat Geduld. Doch wie so oft reicht die nüchterne Erklärung dem Volksmund nicht. Die Sage erzählt, Warnsdorf sei ein gottloses Dorf gewesen. Hochmut, Frevel, Missachtung der Gebote – so raunt es die Überlieferung. Eines Tages habe sich die Erde aufgetan. Häuser, Kirche, Menschen – alles sei versunken. Nur das Läuten einer Glocke habe man noch gehört, dumpf und fern unter der Erde. Später, so heißt es weiter, hätten Wildschweine auf den Wiesen gewühlt und dabei eine Glocke freigelegt. Man habe sie geborgen und in einer Kirche der Umgebung aufgehängt. Und wer genau hinhöre, so erzählen ältere Wanderer noch heute mit einem leichten Lächeln, der könne im Herbstnebel manchmal ein zweites, fernes Läuten hören – aus der Tiefe des Waldes.
Natürlich wissen wir: Dörfer versinken nicht einfach. Sie werden aufgegeben. Wirtschaftliche Veränderungen, klimatische Verschlechterungen im Spätmittelalter, vielleicht die Pest – all das genügt als Erklärung. Aber die Sage gibt dem Ort eine Seele. Sie macht ihn hörbar. Geht man heute über die Warnsdorfer Wiesen, sieht man nichts Spektakuläres. Keine Mauerreste ragen aus dem Boden. Keine Fundamente zeichnen sich deutlich ab. Nur Namen sind geblieben: Warnsdorfer Quelle, Warnsdorfer Bach, Warnsdorfer Flügel. Toponyme als Gedächtnisspeicher. Und vielleicht ist das die eigentliche Faszination solcher Wüstungen: Sie sind keine Monumente. Sie sind Leerstellen. Man steht im Wald und weiß, dass hier einmal Menschen lebten, arbeiteten, hofften. Kinder spielten. Jemand eine Glocke goss oder stiftete. Jemand sie läutete.
Heute läutet nichts mehr.
Nur das Wasser fließt weiter. Und wenn der Wind durch die Bäume fährt, klingt es für einen Moment fast wie ein fernes, unterirdisches Schwingen.
Eine Spurensuche endet hier nicht mit einem Bauwerk – sondern mit einer Vorstellung. Und die ist manchmal stärker als jeder Stein.
und so stellt sich der herr clarus das ‚gottlose‘ dorf vor
es tat gut draussen zu sein, die stille zu geniessen, getroffen habe ich niemanden, die vögel sind noch still. in diesem sinne noch einen schönen abend!
im dom hab ich natürlich nicht gewohnt sondern im ‚goldenen löwen‘ (es galt resturlaub zu verbrauchen – wie auch in den letzten jahren. vor 2 jahren war ich schon einmal in meissen). aber so 5-6 mal war ich schon da! und hab das einen oder andere interessante detail entdeckt, die eine oder andere diskrepanz zwischen literatur und wirklichkeit gefunden, die orgel gehört, mit der aufsicht geschwatzt und mich immer wieder an dieser grossartigen kirche erfreut. einzelheiten wird es hier zu lesen geben.
natürlich hab ich nicht nur den dom besucht sondern auch das eine oder andere gebäude in der stadt – weite wege waren aufgrund der vereisten wege allerding nicht möglich. es waren trotzdem 3 sehr erfüllte aber auch entspannte tage!
die stahlstiche hat mir der herr clarus aus meinen fotos gemäss anweisung erstellt und ich finde das hat er gut gemacht. ach zu erwähnen noch – 3 tage dauergrau hatte ich auch – das bunteste bild gabs abends…
schluss, aber (wie schon vor drei jahren) keine angst. nur schluss mit dem jahr. nicht hier. und wie vor drei jahren auch heute noch einmal – zug faaaahn. die döllnitz-bahn, der wilde robert,
bietet immer zum jahresende glühweinfahrten an. und das ist eine feine sache. einmal mügeln-oschatz und zurück, mit aufenthalt in oschatz und ebenda der möglichkeit für fettbemmen, würstel und eben glühwein (auch alkoholfrei) – toll.gern im nächsten jahr wieder – wenn es passt.
und mit diesem grossartigen selfie (gurski wäre neidisch aus die tollen streifen) ist dann mal schluss hier. nach ein paar bewegten bildern von heute
OK – eins noch. ein versprechen – es gibt auch in diesem jahr keinen kalender von mir und hier keinen jahresrückblick (obwohl es sehr ereignisreich war – zwerge, fontane und vor allem armenien!)
sonntags wenn kein weihnachten mehr ist. oder wie bernd so schön meinte
vorbei sind auf alle fälle die 5 tage in einer anderswelt – gemeinsam mit dem papa. verwöhnen lassen vom feinsten – ich denke ich werde noch davon zu schreiben haben. und weit weg von allem sein
und eigentlich doch mittendrin. zu gast bei Ernst dem Frommen (Ernst I., Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg – über das schloss wird auch noch zu erzählen sein!) in gotha. solche wetter-blicke hatten wir die ganze zeit – und es war gut so!
allein auf der heimreise – bei einem kurzen stop in der hauptstadt des nachbarreiches – liess sich die sonne blicken
und – was das schönste an der heimkehr ist – noch eine ganze woche auszeit! in diesem sinne noch einen schönen 4.feiertag