sonntags

sonntags geht man in die kirche. auch wenn es schon am sonnabend war und die kirche seit fast 500 jahren nur noch eine ruine ist.


alles weitere zur ruine der katharinen- kapelle in der dippser heide finden sie hier entlang!
aber es gibt noch über eine botanische besonderheit zu berichten – sie stand heute auf dem ausflugsprogramm


die nach ca. 25 jahren blühende agave im barocken gartenteil von schloss wackerbarth. schon sehenswert – wie die ganze anlage auch

nur unseren frühschoppen mussten wir woanders einnehmen – kurz nach 11 am sonntag mag man dort noch keine gäste bedienen. also waren wir zum wiederholten male hier und waren – wie jedes mal – herzlich willkommen!
in diesem sinne noch einen schönen restsonntag – an dem der langersehnte regen kam!


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„Von einer Kapelle, einem Toten im Schnee, einem Messer im Wald und dem letzten Wolf …“ – oder wie märchen entstehen

manchmal ist es gut morgens in den wald zu gehen – bevor es heiss draussen wird. das habe ich heute getan und war zu besuch in der dippser heide.


wobei die bilder täuschen – selbst kurz vor acht war es schon warm im wald (und viel zu trocken, aber das wissen sie alle selber). es galt die überreste der katharinenkapelle zu besuchen und danach in einem bogen zum clara zurückzukehren. (die runde bei komoot). an der markanten wegkreuzung a, ’steinernen messer‘ dann eine längere pause während welcher ich mit herrn clarus über das findlingskreuz und das steinere messer fabulierte (so sieht er die unterhaltung)


und im rahmen dieser unterhaltung entstand auch die geschichte – besser das märchen, denn es ist frei erfunden – zu den beiden steinen

Die zwei Steine der Dippser Heide

Lange bevor jemand das Findlingskreuz setzte, stand das Steinerne Messer schon im Wald.
Wie lange, wusste niemand.
Schon die Alten kannten den Stein. Sie nannten ihn das Steinerne Messer, weil auf seiner Vorderseite eine lange, schmale Gestalt eingeritzt war, die einer Klinge glich. Manche sagten, es sei ein Schwert. Andere behaupteten, es stelle einen Wanderstab dar.
Die ganz Alten aber sagten gar nichts.
Wenn man sie nach dem Stein fragte, wechselten sie das Thema.
Nur eines erzählte man sich in den Dörfern am Rand der Heide: Wer nach Sonnenuntergang am Steinernen Messer vorbeikam, sollte nicht stehen bleiben.
Und vor allem sollte er niemals zählen, wie viele Schritte es vom Stein bis zur nächsten Wegkreuzung waren.

Warum, wusste keiner mehr.


Viele Menschen gingen damals durch die Dippoldiswalder Heide. Fuhrleute, Holzhauer und Händler benutzten ihre Wege, und auch Pilger sollen durch den Wald gezogen sein, wenn sie nach Westen wollten.
Eines Winterabends kam ein fremder Mann in die Heide.
Woher er kam, wusste niemand.
Ein Fuhrmann hatte ihn am Nachmittag noch auf der Straße gesehen. Der Fremde trug einen dunklen Mantel und einen kleinen Beutel über der Schulter. Als der Fuhrmann ihm anbot, ihn ein Stück mitzunehmen, lehnte er ab.
Ich kenne den Weg“, sagte der Mann.
Der Fuhrmann sah ihn an.
„Dann kennt Ihr auch den Stein?“
Der Fremde lächelte.
„Welchen Stein?“
Darauf antwortete der Fuhrmann nicht.
Er trieb seine Pferde an.


Noch vor Einbruch der Dunkelheit begann es zu schneien.
Der Fremde ging weiter.
Als er das Steinerne Messer erreichte, blieb er stehen.
Vielleicht betrachtete er die eingeritzte Klinge. Vielleicht fragte er sich, wer sie in den Stein geschlagen hatte.
Vielleicht erinnerte er sich auch an die Warnung des Fuhrmanns.
Doch dann tat er etwas, das er nicht hätte tun sollen.
Er begann zu zählen.

Einen Schritt.

Zwei.

Drei.

Der Schnee knirschte unter seinen Stiefeln.

Bei dreiundzwanzig hörte er hinter sich ein zweites Knirschen.

Er blieb stehen.

Das Geräusch verstummte.

Er ging weiter.

Vierundzwanzig.

Hinter ihm:

ein Schritt.

Fünfundzwanzig.

Wieder ein Schritt.

Der Fremde drehte sich um.

Auf dem Weg war niemand.

Nur das Steinerne Messer stand zwischen den Bäumen.

Er ging schneller.

Sechsundzwanzig.

Siebenundzwanzig.

Hinter ihm wurden die Schritte ebenfalls schneller.

Achtundzwanzig.

Neunundzwanzig.

Da bemerkte er etwas.

Der Stein war näher gekommen.


Der Fremde lief.
Er verließ den Weg und schlug sich zwischen den Bäumen hindurch. Äste rissen an seinem Mantel, Schnee fiel ihm in den Kragen.
Doch hinter ihm hörte er keine Schritte mehr.
Stattdessen hörte er etwas anderes.
Ein Schleifen.
Langsam und schwer.
Als würde ein großer Stein über gefrorenen Boden gezogen.
Er wagte nicht, sich umzudrehen.
Irgendwann sah er vor sich ein Licht.
Erleichtert lief er darauf zu.

Doch es war kein Haus.

Kein Fuhrwerk.

Kein Mensch.

Es war der Mond, der auf eine helle Fläche fiel.
Und mitten darin stand das Steinerne Messer.
Der Fremde begriff nun, dass er sich verirrt hatte.

Oder schlimmer:

dass der Wald ihn nicht mehr hinausließ.


Am nächsten Morgen war der Weg zugeschneit.
Niemand fand Spuren.
Der Winter verging.
Erst als im Frühjahr der Schnee schmolz, entdeckten Holzhauer einen Toten zwischen den Bäumen.
Es war ein fremder Mann.
Niemand kannte seinen Namen.
Niemand wusste, woher er gekommen war.
Man fand kein Geld bei ihm und keine Papiere.
Nur ein kleines hölzernes Kreuz soll er um den Hals getragen haben.
Merkwürdig war, dass der Tote nicht am Weg lag.
Er lag ein gutes Stück davon entfernt.
Und noch merkwürdiger war, wohin seine rechte Hand zeigte.

Zum Steinernen Messer.


Man begrub den Fremden.
Doch damit war die Sache nicht vorbei.
Im folgenden Winter sah ein Holzhauer im Schnee eine einzelne Fußspur.
Sie begann mitten im Wald.
Sie führte zum Steinernen Messer.
Dort endete sie.
Im nächsten Winter geschah dasselbe.
Und wieder im nächsten.
Da beschlossen die Leute, an der Stelle, an der man den Fremden gefunden hatte, einen zweiten Stein zu setzen.
Keinen Stein mit einer Klinge.
Einen Stein mit einem Kreuz.
Sie nahmen einen schweren Block und arbeiteten auf seiner Vorderseite ein großes Kreuz heraus.
Als sie fertig waren, sagte der älteste der Männer:
„Nun steht einer gegen den anderen.“

Niemand fragte, was er damit meinte.


Seitdem stehen zwei Steine in der Dippser Heide.
Der eine ist alt.
Wie alt, weiß niemand.
Er trägt das Messer.
Der andere kam später.
Er trägt das Kreuz.
Und zwischen beiden liegt der Wald.
Die Leute sagen, seit das Kreuz dort steht, sei kein Wanderer mehr auf jene Weise verschwunden.
Doch manchmal, wenn im Winter Schnee gefallen ist, findet man am Morgen eine Spur.
Sie beginnt am Steinernen Messer.
Ein einzelner Mensch scheint durch den Wald gegangen zu sein.
Die Schritte führen bis zum Findlingskreuz.
Dort umrunden sie den Stein einmal.
Dann führen sie zurück.
Zum Steinernen Messer.
Nur in manchen Jahren ist es anders.
Dann findet man neben der ersten Spur eine zweite.
Sie beginnt beim Findlingskreuz.
Beide Spuren treffen sich irgendwo zwischen den Bäumen.
Und von dort an führen sie gemeinsam weiter.
Wohin, hat noch niemand herausgefunden.
Denn die Leute in der Dippser Heide wissen seit langer Zeit:

Wenn man zwischen den beiden Steinen Schritte im Schnee findet,

zählt man sie nicht.


(in Zusammenarbeit mit Herrn Clarus)


so war das an diesem sommertag im august! wer möchte kann meine (fast) komplette unterhaltung mit herrn clarus hier nachlesen (eine relativ lange pdf…) – der (fast) letzte satz lautet:
‚Nein. Nein! Wir lassen das jetzt. Sonst haben wir heute Abend noch den Herrn der Ringe der Dippser Heide geschrieben. 😂🌲🐺☕️‘
und die #spurensuchen – seite mit bildern der kapelle und der anderen orte auf der heutigen tour wird hier erscheinen – versprochen!


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28 stunden odyssee – oder #heiligermittwoch mal anders



das imax-kino in der prager flora

28 stunden odyssee – oder nicht verloren in prag. es gibt bekanntermassen einen neuen nolan film (trailer). den letzten – oppenheimer – hatten wir mit einigen kleinen technischen problemen hier in dresden gesehen – diesmal sollte es die 15/70mm originalfassung sein. nicht so einfach – dass in zentral- und osteuropa nur ein einziges kino gibt, welches solche filme vorführen kann. und das ist nicht in dresden, geschweigen denn in deutschland. nein – im nachbarland – in prag. hatte die frau r4pun2el herausgefunden. erste reaktion meinerseits – einen film, den ich nicht sehen will, in englischer sprache, mit tschechischen untertiteln anguggen – in prag? nö! sie hat noch einmal ungläubig geschaut – das kino ist bis weit in den september ausgebucht! ausser 2 plätze am heutigen mittwoch. nun meine neue arbeitszeit mit machts möglich – also hab ich mich überzeugen lassen, das abenteuer zu wagen. und es wars wert! ein guter film – immer noch nicht mein lieblingsfilm (ich hab ihn einfach als losgelösten märchenfilm betrachtet) – mein schulenglisch reichte, um der geschichte zu folgen und das bild ist so gross und beeindruckend – die untertitel sind einfach untergegangen… ein kleiner kritikpunkt wäre – es war tierisch laut.

leider ist esel nicht wirklich ein grössenvergleich!


damit sie wissen, was es mit dem format auf sich hat, habe ich herrn clarus gebeten mal den technischen teil kurz zusammenzufassen:

Was bedeutet IMAX 15/70 mm?

Die meisten heutigen IMAX-Kinos arbeiten digital mit Laser- oder Xenonprojektoren. Das Bild wird dabei gewöhnlich im Seitenverhältnis 1,90:1 gezeigt. IMAX 15/70 mm ist dagegen ein analoges Großfilmverfahren: Der 70 Millimeter breite Film läuft waagerecht durch den Projektor, wobei jedes einzelne Bild 15 Perforationslöcher breit ist. Dadurch entsteht eine ungefähr dreimal größere Bildfläche als beim herkömmlichen 70-mm-Film und eine etwa zehnmal größere als beim klassischen 35-mm-Kinofilm.
Das nahezu quadratische Bildformat von 1,43:1 zeigt gegenüber dem digitalen IMAX-Format rund ein Drittel mehr Bildfläche in der Höhe. Christopher Nolans The Odyssey wurde vollständig mit IMAX-Filmkameras aufgenommen. Im Prager Cinema City Flora konnte ich den Film deshalb in seinem vollständigen Aufnahmeformat auf der rund 25 × 20 Meter großen Leinwand sehen. Die etwa 18 Kilometer lange Filmkopie läuft dabei tatsächlich mechanisch durch einen selten gewordenen IMAX-70-mm-Projektor. Es handelt sich somit nicht bloß um besonders großes Kino, sondern um eine der technisch aufwendigsten noch existierenden Formen analoger Filmvorführung.


soweit die odyssee im kino – in prag hatten wir auch einen nachmittag und abend zeit – und haben uns ein wenig im touristenstrom treiben lassen – hochsommer ist einfach nicht die zeit, um städte zusammen mit 1 million touris anzusehen. aber wir haben das beste daraus gemacht. und ich vergass zu erwähnen – die vorstellung war morgens 9.00Uhr!!! wir haben also eine nacht in prag geschlafen… und waren vorher noch auf dem fernsehturm in zizkov um den sonnenuntergang – ohne finsternis – über der stadt zu betrachten – sehr grossartig so in 98m höhe!



und das war gut so! also wenn sie einmal grosses kino erleben wollen – auf nach prag – aber nicht ohne karten! und wie sagt herr rappel immer so schön – kino — dafür werden filme gemacht!


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hoske

vielleicht kennt der eine oder andere den flecken bei wittichenau?!


nun wir haben ihn besucht um den dortigen tippelmarkt in augenschein zu nehmen.


und wie (fast) immer sind auch wieder ein paar neue teile bei uns eingezogen! esel präsentiert sie souverän!


und wer sich fragt warum es keinen -artikel gibt. ich war mit herrn clarus beschäftigt und habe zwei apps für iphone und ipad (ok, mac funktioniert auch) ‚gebaut‘. zum einen ein programm um die kirchenführer-hefte (welche ich in grosser stückzahl besitze) zu verwalten und katalogisieren – funktioniert grossartig. zum anderen eine #sühnekreuz-app – welche es mir ermöglicht vor ort eine gefundenes kreuz in meine datenbank einzubinden (es liest die gps-daten des fotos aus und trägt alles relavante in datenbank und karte ein – grossartig.)

so stellt sich der herr clarus das ganze vor


in diesem sinne einen guten start in die neue woche!


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#sonntags

sonntags geht man in an die kirche. drin war ich vor einigen jahren schon einmal. heute war ich dann nur noch in der luft um sie abzulichten!


die dorfkirche in seifersdorf bei oelsa.


für alle weiteren informationen – KlickKlack aufs bild und sie kommen auf die #kirchensafari-seite!
In diesem sinne noch einen schönen sonntag! den ersten im august 2026


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