derbaum

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sonntags

sonntags geht man in die kirche in den wald. schon ganz früh, bevor die umwelt wach wird.

schwarzer teich

ein lange anvisiertes, wegen ungünstigem wetter schon mehrfach verworfenes, ziel. den berühmten aschergraben – im volksmund auch aschegraben genannt – sollte es sein. einmal auf den spuren goethes wandeln – was ja bekanntlich nicht so einfach ist. und der seltenheit wegen hat man das ereignis auch gebührend gewürdigt!

der text auf dem vorderen stein ist etwas schwierig zu lesen aber ich hab eine übersetzung gefunden.

Es wirkt mit Macht der edle Mann
Jahrhunderte auf seines Gleichen.
Denn was ein guter Mensch erreichen kann,
Ist nicht im Raum des engen Lebens zu erreichen.
Drum lebt er auch nach seinem Tode fort
Und ist so wirksam, als er lebte:
Die gute Tat, das schöne wort
Es strebt unsterblich, wie er sterblich strebte.

einen schönen text zum ganzen projekt aschergraben gibt es hier zu lesen. (entnommen den nachrichten des sächsischen heimatschutzes band VIII)

und dann kam was kommen musste – völlig unvorbereitet traf ich auf reste die wieder einer genaueren betrachtung wert sind.

es sind reste der ehemaligen bobbahn nach geising. das ist mir dann noch eine #spurensuche wert. ich hoffe ich schaffe es zeitnah den artikel zu verfertigen. 😉

und dann gabs gelich noch was! 800oer zu ersteigen! mitten in sachsen (na ja – eher am rande). alle einzelheiten gibts hier!

ich habe heute gleich zwei erstiegen – die biwak-kuppe oden im bild und die scharspitze (etwas niedriger und nicht bebildert, dafür früher startpunkt der bobbahn)

zum abschluss noch ein klein wenig besinnlichkeit

in diesem sinne einen schönen restsonntag!

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nachtrag: wer den bericht, welchen der herr goethe über seinen besuch in zinnwald und altenberg verfasst hat, lesen möchte der kann das –> hier (sütterlinkenntnisse uns gute augen sind von nöten! das ganze buch gibts hier.)

und dann bin ich noch über eine botanische seltenheit ‘gestolpert’ ein ganzer wegrain voll mit knabenkraut. so viele orchideen auf einem platz hab ich selten gesehen.

es gibt so viel schönes vor der haustür zu finden – man muss nur hinsehen! und damit der geneigte leser weiss wo er gugnn soll gibts den ganzen kleinen rundgang hier zum nachverfolgen!

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sonntags II

nachtrag – bzw. zweiter teil – zum totenhäusel in batzdorf. von da hab ich meine runde begonnen. also von batzdorf aus. und das hat bekanntermassen ein schloss, eine hofkapelle, ein totenhäusel und ist für mich schon lange ein wenig suspekt. es macht immer so einen elitären eindruck. das hat sich gestern nicht geäöndert. obwohl ich nur zwei – sehr freundlich grüssende – menschen getroffen habe. aber flüchtig beim schloss musste ich schon mal lunschen.

einmal die hofansicht, gartenansicht muss ich diesmal noch schuldig bleiben.

das ist das schlossgebäude – auch saalbau – mit dem rittersaal.

und das das zwischengebäude – ein wohnhaus.
das ensemble wird heute grösstenteils bewohnt, es gibt aber auch festspiele und im rittersaal veranstaltungen.

ich werde noch einmal hinfahren – irgendwann, ob es allerdings für eine #schlössersafari reicht weiss ich noch nicht.

eigentlich fand ich den weg vom totenhäusel zum schloss am bemerkenswertesten. für mich. mit den erfahrungen meiner dichterrunden in der letzten woche.

es gibt sie tatsächlich noch – die kirschallee die der inzwischen von mir liebgewonnene wulf kirsten in einem seiner frühen gedichte beschreibt

hinter kornscheunen wuchert
mit seinem pfunde
der ländliche sommer.
in der buschigen kirschbaumallee
gibt er den waghälsen
verschwenderisch blinkzeichen.
aufgetischt die glastigen naturalien.
flink und verstohlen
schlüpfen aus dem mittagsschlaf des dorfs
die kirschdiebe, durchstrolchen
die schattige felderschneise.
verbünden sich mit starengeschwätz,
wenn von hitze überwältigt
eingeduselt mit seiner schnarre
in der kirschpflückerbude
der flurschütz und schnapsbruder.

heiss war es gestern, schwül wie im hochsommer. und darum auch kein blauer himmel – er hat die späteren gewitter schon vorweggenommen mit seiner dunstglocke. wetter auf dem lande – immer besser als in der stadt. aber wenn schon kein blau – rot gabs in grösseren mengen

in diesem sinne einen schönen sonntag noch – trotz gewitter und regen!

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sonntags…

sonntags – geht man in die kirche bleibt man zu hause weil es gewittert. aber gestern ging man(n) spazieren. in den inzwischen liebgewonnenen linkselbischen hügellandschaften. zum batzdorfer totenhaus.

klingt viel schlimmer als es ist

ist es doch eher ein lustschlösschen als das es was mit dem tod zu tun hätte. auskunft gibt eine tafel die direkt neben dem häusel steht

erbaut wurde es

seitdem immer wieder saniert – zuletzt 1997 – wie der schlusstein über der eingengstür verheisst! aprospros eingang – besichtigen von innen kann man es alljärlich zum tag des denkmals im september – für heute muss der schmulblick durchs türfensterchen genügen

wenn man ums häusel geht erkennt man warum es hier steht! der blick ist grandios. von meissen

mit der albrechtsburg und dem dom über weinberge und boselspitze bis radebeul.

zu erreichen ist das totenhäuschen von batzdorf aus, von der rehbockschänke im elbtal oder auch von scharfenstein aus (komoot war gestern aus…). und vor ort gibt es ausreichende sitzplätze zum rasten… inmitten des uralten lindenhains…

einen kleinen, interessanten film gibts hier zu sehen.
es wird einen zweiten teil zum ausflug geben – extra. sonst wird es zu unübersichtlich.

bis dann…

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haushalttag

haushalt tag oder auch – ‘an alter mühle vorbei’… der wahrscheinlich letzte freie tag unter der woche für die nächste zeit – ich hab ihn noch einmal genutzt den dichter-wanderweg zu vervollständigen. einige gedicht-stationen hatte ich letztens ja ausgelassen – die habe ich heute dann besucht. bis auf die an der alten schule in sachsdorf – die liefere ich vllt. noch nach. nachzuvollziehen bei komoot. dabei hat es mir ein gedicht besonders angetan

passend an der ehemaligen lehmann-mühle steht das gedicht von wulf kirsten ‘an alter mühle vorbei…’

ich zitiere

“…vorbei an der mühle aus romantischer zeit,
bedächtig verfall die spitzhacke schwingt
in ausgerenkter jahrhunderte gebälk,
wüst und ausgezehrt,
als sage der müller und sein mühlrad verklingt.

an alter mühle vorbei. der hof liegt tot.
kein bauer fährt hier mehr nach mehl und brot.”

geschrieben 1962

eigentlich passt es ja besser zu dieser mühle

the old mill

old mill III

the old mill II

aber auch so – die sprachbilder sind toll. wenn auch nicht einfach zu lesen und zu verarbeiten. und vielleicht auch nur hier in der gegend so richtig zu verinnerlichen?!

hier in diesem winkel – der auch wirklich so heisst – ist der herr kirsten geboren und aufgewachsen.
und ich hab eine neue lieblingsausguggstelle 😉

und es gab noch so einiges auf der kleinen runde zu entdecken

eine gegend die mehr hält als was sie verspricht und die zu unrecht immer irgendwo im hintergrund steht…

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entschuldigung für das verspätete erscheinen des artikels aber gestern war ja geschlossen

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