Sühnekreuz Schrebitz

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Das Sühnekreuz von Schrebitz, auch als Antoniuskreuz bezeichnet, ist ein kleines, gedrungenes Steinkreuz aus Quarzporphyr, das heute unmittelbar an der Straße im Ort steht. Mit seiner geringen Höhe von kaum mehr als einem halben Meter wirkt es leicht zu übersehen – und gerade deshalb bemerkenswert still.

Die Überlieferung führt das Kreuz in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Erzählt wird von einem Schmiedemeister, der gemeinsam mit seinen Gesellen vor durchziehenden schwedischen Soldaten Zuflucht suchte. Die Männer sollen sich in einem Backofen verborgen haben; die beiden Gesellen verließen ihr Versteck, der Meister jedoch blieb zurück und wurde an dieser Stelle getötet. Zum Gedenken an diesen gewaltsamen Tod wurde das Kreuz errichtet.

Eine Inschrift oder figürliche Ausarbeitung besitzt das Kreuz nicht. Seine Aussage liegt allein in der Setzung am Ort des Geschehens. Der später gebräuchliche Name Antoniuskreuz ist überliefert, ohne dass sich ein direkter Bezug zu einer Antoniusverehrung sicher nachweisen lässt.

Heute steht das Kreuz leicht verschoben im modernen Straßenraum, hat jedoch seinen Charakter als stummer Erinnerungsmarker bewahrt – unscheinbar, aber fest im lokalen Gedächtnis verankert. (Text erstellt mit Hilfe von Herrn Clarus)



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