Schlagwort ‘gehörtes’

Artikel

ausklang mit musik

das ruhige ostern mit nordischen klängen – so der name des konzertes gestern abend – geht. gut. sehr gut.

uns unbekannte werke standen auf dem plan. zum einen das violinkonzert in d-moll von jean sibelius. fein, sehr fein gespiel von baiba skride. (einen kleinen eindruck was sie da gespielt hat gibt es hier.)

wohlverdienter applaus und eine kleine zugabe rundeten den vortrag ab. (im gegensatz zum sonntagskonzert ist gestern auch keine saite gerissen)
nach der pause dann die 5.sinfonie von carl nielsen (hier eine aufnahme mit maestro blomstedt!). ich gebe zu, ich kannte den namen aber keine musik von dem dänen. aber es hat sich gelohnt. ein mitreissendes, fesselndes werk mit ersten ansätzen zur moderne bei aller spätromantik. john storgårds gab als dirigent alles! und noch ein wenig mehr.

und der saal konnte zeigen das er der beste konzertsaal an der elbe ist! 😉
schon beim violinkonzert – klare brillante töne, das soloinstrument immer zu hören und im gegensatz dazu die sinfonie laut, gewaltig und trotzdem nicht scheppernd – toll!

ein guter konzertabend! danke an alle beteiligten!

***

Artikel

wenn

wenn musik tränchen macht – schrieb ich schon einmal. gestern abend war der anlass ein ganz anderer. orgelzyklus auf “unserer” eule war dran. lange geplant (die karten im letzten jahr schon geordert) – lange darauf gefreut. es sollte auftreten – olivier latry – titularorganist in notre dame paris. stellte sich nach den ereignissen vom montagabend – wird er überhaupt spielen (können). er konnte. in seinen worten vorab – unter der eindeutig angeleuchteten orgel –

erzählte er das ihn die leitung der dresdner philharmonie angerufen habe um zu fragen ob er denn zum konzert nach dresden komme. seine antwort: warum sollte ich nicht zum konzert kommen? also war er da und spielte. und wie! gemeinsam mit den musikern vom phil blech wien. werke von bach, bruckner, lully, händel, holst (der mars!),gabrieli, thierry escaich, strauss und ottorino respighi. grossartig.

auch die zugabe (eine von 3) von jean-philippe rameau war klasse und zeugte von der freude am musizieren die alle an diesem abend vereinte. dem herrn haydn hatten sie die abschiedssinfonie abgeguggt – ein musiker nach dem anderen verlies die bühne bis der trommler ganz allein war 🙂
das schöne am ganzen auch – der erlös des konzertes wird dem wiederaufbau von notre dame zur verfügung gestellt. (die zustimmung des stadtrates steht allerdings noch aus.)

der weg zur tiefgarage lies dann auch noch einen blick auf ein temporäres kunstwerk auf dem neumarkt zu

die glasarche. mag ich!
ein guter abend – gut in allen belangen – auch meiner genesung dienlich.

noch ein tip – die letzte in notre dame auf genommene cd – zumindest für viele jahre – stammt auch von herrn latry

wer einmal reinhören möchte…

***

Artikel

14 – 15

ein kryptischer titel – nein keine grössenmasse sondern numerierungen. die 14 steht für den 14. tag im februar 2019 und die 15 für die 15. sinfonie von herrn schostakowitsch.

beides war gestern. einmal der 14. februar und die 15. sinfonie – aufgeführt von der dresdner philharmonie im schönsten konzertsaal an der elbe.

ein beeindruckendes stück musik. mir an einigen stellen zu lang aber die frau r4pun2el meint es war genau richtig lang 😉 – vielleicht hätte es für mich das erste stück des abends sein müssen – da war ich noch nicht so abgespannt. aber das erste war auch grossartig – das zweite klavierkonzert von johannes brahms. hach. wie hat eduard hanslick es einmal genannt? ‘eine sinfonie mit obligatem klavier’ – dem ist nix hinzuzufügen. noch ein zitat aus dem programmheft (text jens schubbe)? es geht um den 2. satz- ‘dieses allegro appassionato avanciert zum dunklen pol des konzertes und changiert zwischen düster balladeskem ton und zarter klage!’ – kann man musik besser beschreiben? grossartig wir das ganze konzert!
ein dank an alle beteiligten – auch an den klaviervirtuosen nicholas angelich natürlich.

wieder einmal ein gelungener konzertabend im kulturpalast!

***

ich muss nochmal ein jahr zurückblicken – ist immer noch schwer und sehr nah!

Artikel

sonnabends

gehr man(n) ins konzert. stimmt diesmal – ich war allein in der philharmonie. um der orgel – ‘unserer eule’ zu lauschen. wieder einmal bedient von olivier latry– es hier noch einmal wärmstens die reportage über sein wirken an der orgel zu notre dame in paris empfohlen!
also die orgelsinfonie von camille saint-saëns sollte es sein. schon viel davon aber noch nie im ganzen gehört. der rest des programmes im prinzip zugabe.


(klickklack aufs bild für das vollständige programm…)

aber was für zugaben – der nachmittag eines faun von claude debussy. braucht man nix dazu sagen – kennt wohl jeder. und es war ein erlebnis im schönsten konzertsaal an der elbe! feine töne die den zuhörer erreichten – sogar im zweiten rang wo ich diesmal sass.

danach also ein werk für schlagwerk, soloorgel und orchester – ‘quatre visages du temps’ von thierry escaich (von beiden habe ich bis gestern noch nie gehört). und bin wie so oft bei moderner klassik hin und her gerissen. z.t. sehr schöne melofiebögen die dann wieder durch dissonanzen gebrochen werden. insgesamt überwiegt aber die freude am werk! vor allem der 3. satz (wenn man das hier so nennen kann) hat mich überzeugt.

und dann halt die orgelsinfonie (hier ein ausschnitt mit den berliner philharmonikern und dem komponisten thierry escaich an der orgek)! wie schrieb der herr keuk mir bei twitter als empfehlung?: Gran-di-os! so war es! beim orchester spielfreude pur, der dirigent stéphane denève in höchstform, der saal hat alles gegeben, die orgel tönte. es war berauschend! und der beifall bezeugte dies – alle beteiligten wurden enthusiastisch gefeiert! ein gelungener abend!

sogar nach den sternen wurde gegriffen 😉

***

Artikel

orgeln

…im palast. es war wieder soweit – das nächste konzert im dresdner orgelzyklus stand gestern abend an. und musik kann ja nur gut fürs herz sein 😉

es gab zwei stücke – darunter eine uraufführung!

die orgelbearbeitung von mussorgskis ‘bilder einer ausstellung’. verfasst vom organist des abends herrn martin strohhäcker.
ich sage mal so: die klavierversion ist grossartig! aber – wer die orchesterversion – orchestriert von maurice ravel – kennt will die klavierversion nicht mehr hören. zu imposant ist diese! aber – wer die orgelversion – gestern abend uraufgeführt – kennt will die orchesterversion nicht mehr hören. so imposant ist die!
das ist bestimmt sehr zugespitzt aber was wahres ist dran. wobei es mich in weiten teilen an die sythesizer-version von isao tomita erinnert (auch in der ddr auf vinyl erschienen…). nicht unerwähnt sollen emerson, lake and palmer mit ihrer version bleiben… (die ich nie wirklich mochte)

das zweite stück des abends kannte ich bist gestern ebensowenig wie dessen schöpfer sigfrid karg-elert. ‘sieben pastelle vom bodensee’ op.96 – spannend registriert, in manchen teilen sehr romantisch in wieder anderen recht brüchig. sehr interessant. und virtuos vorgetragen – z.t. 3 händig und 3 füssg! 😉 ein klangbeispiel habe ich ich hier gefunden.

der schon fast abligatorische spaziergang über den neumarkt nach dem konzert war der abschluss eines richtig schönen abends.

***

ps – der zufall wollte es das wir heute genau vor einem jahr auch zum orgeln waren 😉 diesmal sassen wir ja auch im ersten rang – allerdings nicht in der mitte und somit nicht unterm dach. blinkenden leuchtdioden habe ich nicht bemerkt und entweder habe ich mich an den klang gewöhnt oder die akustik wurde wirklich noch angepasst. es klang gut!

***