Börnersdorf

börnersdorf im oberen erzgebirge unweit der grenze zu böhmen.

dieses kreuz war bis 1942 in einer stützmauer eingelassen – dann hat man es der besseren sichtbarkeit wegen in den grasgarten vor dem ehemaligen gut versetzt. so hat man schon die chance es mal zusammen mit einem schaf zu betrachten 😉

an der zur strasse gewandten seite ist eine hiebwaffe mit leicht gebogener klinge eingeritzt…

ein stück talwärts – richtung liebstadt – zweigt die alte poststrasse nach lichtenberg ab und an dieser ein stück den berg hoch findet man ein mächtiges kreuz.

leider versinkt es immer mehr in der erde. aber zum glück hat es bis heute keinen schaden durch vorbeifahrende fuhrwerke, traktoren oder andere landmaschinen genommen.
auf der nordseite (dem wege abgewandt) ist eine armbrust eingemeiselt. diese deutet auf eine sage hin.

“Ebenso viel in Börnersdorf selbst, von denen ein vorzüglich großes Kreuz im freien Felde am Wege nach Liebstadt, unsern Lichtenberg. Es scheint ein hohes Alter zu haben und ist mit einer Armbrust, jedenfalls der gebrauchten, wie wir sahen, auch anderwärts vorkommenden Mordwaffe bezeichnet. Im Allgemeinen geht man wohl nicht irre, wenn man den Kreuzen, die eine Armbrust haben, ein hohes Alter zuschreibt, da diese bals nach Erfindung des Pulvers aufhören mußte, eine bedeutende Rolle zu spielen. Doch wird z.B. in Mollerie annales, 1493, erzählt, daß ein von Carlowitz mit einer gespannten Armbrust durch die Stadt Freiberg geritten sei, und den Bürgermeister Jacob am Steige zu erschießen gedroht habe, deswegen aber gefangen und decolliert worden. In einzelnen Fällen aber kommen sie noch, wie wir oben gesehen haben, weit später vor, und stammen von Unfällen bei Uebungen städtischer Schützengilden.”

so schreibt herr Bösigk im jahre 1857

und es gibt noch ein drittes kreuz in börnersdorf.

im heidenholz, unweit der strasse nach hartmannsbach. auf der böschung eines alten, tief eingegrabenen waldweges.

es hat keine inschriften oder ähnliches aufzuweisen, nur normale verwitterungsspuren am sandstein. aber umgeworfen wurde es auch schon – 1967 (auch damals gab es schon narrenhände). 1971 haben es freunde vom kulturbund wieder aufgerichtet und ordentlich gegründet.

nachts sollte man den ort aber tunlichst meiden – hier geht der reiter ohne kopf um!

einmal rundum – bitte:

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