uns (besser mich) zog es gestern noch einmal in die lausitz – die oberlausitz. und weil ich gern zugestimmt hatte in bautzen einen zwischenstopp eizulegen un dieses einzigartige stoffgeschäft aufzusuchen
eigentliches ziel war aber niederseifersdorf mit seiner einzigartigen wehrkirche – das kunsthistorisch wohl bedeutsamste bauwerk ausserhalb von görlitz! eine schau!
die rück fahrtdann über die dörfer um noch das eine oder andere #sühnekreuz, die eine oder andere kirche (die beiden ersten bilder zeigen ralbitz-rosenthal und die kleine kapelle ‚Magdalena‘ in dessen unmittelbarer umgebung) zu besuchen und die gegend zu geniessen…
ein guter, ausgefüllter frühlingstag in einer tollen kulturlandschaft, einschliesslich in tracht gewandteter sorbinnen bei einer hochzeit.
ich fange am besten hinten an – am ostermontag – heimreisetag. und interner wettstreit – wer ist zuerst zu hause – frau r4pun2el per zug (das d-ticket machts möglich), oder ich mit der clara. ergebnis zum schluss. mein weg führte mich von neuzelle über das örtchen schleife mit seiner kirche und den dort befindlichen #sühnekreuzen
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zur schrotholzkapelle in sprey (ein in deutschland einmaliges bauwerk)
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nach königswartha um der dortigen – durchaus auch bemerkenswerten – evangelischen pfarrkirche einen besuch abzustatten
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und nicht zuletzt noch zur wallfahrt in rosenthal – nicht ohne gesundes marienquell-wasser mitzunehmen!
erwin strittmatters laden. inzwischen habe ich auch recherchiert um was es dabei geht (vor ort war alles zu und ich war völlig ahnungslos da langgekommen). es ist also der laden aus der Triologie ‚der laden‘ – das haus gehörte um 1900 strittmatters eltern und dient als vorlage für buch und film. mehr zu lesen darüber gibts auf der seite des vereins der ihn pflegt! womit ich herrn rappels frage diesmal in aller ernsthaftigkeit erklärt hätte. bleibt noch das ergebnis des wettkampfes – der nicht wirklich einer war – frau r4pun2el war viel schneller als ich. das ist angesichts meiner rumreiserei auch nicht verwunderlich 😉 – aber die bahn war diesmal tatsächlich ganz pünktlich. es wird mehr zu lesen geben – es gab viel mehr zu erleben!
nach dem ‚urlaub im dom‘ im januar nun also oster(n) im kloster. der unterschied – wir waren zu zweit. im südötlichsten brandenburg, am rande der welt und auch ein wenig der zeit. und siehe – es war gut. am ende des 4 tages. die moderne technik macht es aber möglich den urlaubsort in seiner gänze zu überblicken
Kloster Neuzelle – ehemaliges und derziet wieder von möchen bewohntes zisterzienserkloster direkt am zusammenfluss von oder und neisse. überwältigend, unendlich viel zu sehen mit einem tollen barockgarten und der wallfahtskirche st.marien. eine kirche wie man sie im brandenburger nirgendwo genauso erwartet
sächsisch-böhmisch-bayrischer barock vom feinsten und grossartig erhalten – allen widrigkeiten zum trotz! (der einfluss dieser 3 südlichen länder ist kein wunder – gehörte das gebiet doch bis anfang des 19. jahrhunderts zu sachsen. nur ein kleiner ausflug nach frankfurt/oder vervollständigte unser vor-ort-programm. es war spannend zu sehen wie in der kirche gewuselt wurde um die einzelnen festtage der kar-/osterzeit zu begehen. nur die ostermesse am sonntag gegen 5uhr früh haben wir den einheimischen überlassen – wir haben sie per liveübertragung am tv verfolgt 😉 und kurz nach dem ‚er ist auferstanden‘ war die szenerie in magisches licht getaucht (auch zu sehen – der moderne mensch kommt nicht mehr gepilgert sondern fährt mit dem mobil fast bis in die kirche)
die kirche rechtsim bild mit den doppeltürmen gehört auch zum kloster – das ist die evangelische pfarrkirche.
anzumerken noch – ich wäre nicht ich wenn es nicht wenigstens ein neues steinkreuz geben würden – diesmal waren es derer vier – auf einem fleck – direkt im nachbardorf.
das vierte versteckt sich hier hinter der mauer
und auf der heimreise dann ein kleiner besuch in herrn strittmatters ‚Laden‘
fazit – abseits der grossen wege gibt es kleinodien zu entdecken die es wert sind besucht und beschrieben zu werden! das hotel war klasse (im oberen bild rechts vom kirchturm oberhalb des teiches), das essen sehr lecker – wir haben die spargelsaison eröffnet! gern wieder einmal – vllt auch mit dem radl (wenn ich dann rentner bin) – die zugverbindung dahin ist toll – hat die frau r4pun2el gestern heimwärts ausprobiert – sie war 2 stunden schneller als ich mit dem mobil. 😉
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das ist herrn clarus blick auf die szenerie – danke dafür
ein nachtrag zum wochenende – zwei musikalische erlebnisse gibt es noch zu vermelden. zum einen die vesper in der kreuzkirche am sonnabend. es gab zwei stücke die erst seit neuestem dem herrn bach zugerechnet werden und auszüge aus einer kantate (oder besser oratorium) von gottfried august homilius. die grosse orgel der kirche ist derzeit in revision, also erklang der bach auf der kleinen truhenorgel im chorraum – leider. die beiden chacones hätten auf der grossen wesentlich besser angehört. davon bin ich überzeugt.
gestern dann auf wunsch von frau r4pun2el ein besuch in einer anderen kirche – der pilgerkirche in fördergersdorf. wer nicht weiss wo das ist – gleich neben spechtshausen! gespielt hat die ’spielvereinigung SUED‘ – eine bigband aus leipzig. bigbandsound vom feinsten – die reichlich 150 zuhörer dankten es mit aifrigem applaus! eine kurzweilige reichliche stunde!
und es ergab sich – wir sind in der karwoche – gleich zwei gotische altäre einmal zugeklappt zu sehen – zum einen den im dom zu meissen (das cranach – opus) und zum anderen den in eben jener pilgerkirche in fördergersdorf.
MeissenFördergersdorf
so war es doch ein ausgefülltes wochenende und ich habe herrn rappels frage wohl vollumfänglich beantwortet!