derbaum

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heimatkunde

heimatkunde mit dem baum 🙂 – als ergänzung zu fragen die beim montagsbeitrag und schon früher auftauchten. wer liegt denn nun hier begraben? der schriftsteller, architekt oder der affe weber?

also in diesem grab liegt schon komponist Carl Maria von Weber. der starb zwar 1826 in london wurde aber 1844 nach dresden überführt und unter grosser anteilnahme der bevölkerung begesetzt. die trauerrede hielt Richard Wagner der auch die trauermusik nach motiven von weber komponierte! aber einen affen hatte weber schon – er hiess schnuff, war handzahm und hat den komponisten in seiner dresdner zeit in hosterwitz begleitet. dort hat er auch – standesgemäß – einen epitaph bekommen – gestatltet vom bildhauer Joachim Zehme. weber selbst sagt über einen schnuff

“Auf einer der Fahrten nach den, bei dem freundlichen Altona und Blankenese lieblich am hohen Elbufer gelegenen Besitzungen der Godefroy’s, traf das Paar Matrosen an, welche Affen zum Verkaufe ausboten. Einer derselben, ein kleiner allerliebster, kaum spannenhoher Capuzineraffe, zeigte sich so liebenswürdig, schnitt so charaktervolle Gesichter, kratzte sich so tiefernst und bedenklich hinterm Ohr, daß Caroline ausrief: »den muß ich haben, der sieht S…. zu ähnlich!« Weber, der allem Spaße immer hold war, zog lachend die Börse und zahlte die dafür geforderten 3 Louisd’or, »Nie,« äußerte er später oft, »habe ich Geld nützlicher angewendet, denn seinen tausendfachen Preis hat mir der kleine Satan an Apotheke und Doktor gespart, den Genuß, Herrn S. eine Kette an’s Bein legen zu können, ganz ungerechnet!« Mit kindischer Freude führte das Paar den kleinen Gefangenen in einem Vogelbauer, der in Hamburg gegen ein wohlausgepolstertes, warmes Kästchen vertauscht wurde, heim.”

Quelle: Weber, Max Maria von: Carl Maria von Weber. Ein Lebensbild. Band 2, Leipzig: Ernst Keil, 1866, S. 264-265.

und so sieht das ganze aus

in der rechten hand hält der affe ein bildnis des compositeurs und in der linken ein schriftstück mit der widmung

Schnuff Weber Freund aus der Neuen Welt

dem maestro ist noch ein standbild zwischen sempergalerie und semperoper gewidmet – geschaffen (wie so viele in dieser stadt) von Ernst Rietschel. von 1844 (andere quellen sagen 1855) bis 1860 – da wurde es eingeweiht!

womit wir jetzt alle unklarheiten beseitigt hätten. das webermuseum in hosterwitz steht noch auf der liste – ist aber derzeit geschlossen…

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sonntags

sonntags geht man in die kirche – und wenn es als ergänzung zur heimatkunde vom montag ist. in diese

die matthäuskirche zu dresden friedrichstadt. erbaut nach plänen von Matthäues Daniel Pöppelmann ab dem jahre 1728. um so mehr erstaunt ein blick ins innere

mehr dazu gibt es auf der zugehörigen #kirchensafari-seite (wie neulich versprochen) – sie ist im aufbau!

in diesem sinne wünsche ich der geneigten leserschaft einen schönen ersten advent und bleiben sie bitte gesund!

vielleicht noch zur feier des tages die bach-kantate zum ersten advent!

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heimatkunde

heimatkunde – oder was der herr baum bis gestern auch noch nicht wusste.

was haben Matthäus-Daniel Pöppelmann, Andreas Schubert und Peter Schreier gemeinsam? ich fürchte allerdings das jüngere oder weiter entfernte leser der zeilen mit den namen nichts anfangen können. darum also – pöppelmann war der baumeister des dresdner zwingers. von dem – also dem zwinger – haben wahrscheinlich so ziemlich alle schon mal gehört. Johann Andreas Schubert war professor für maschinenbau und bauingenieurwesen und baumeister der göltzschtalbrücke (die grösste ziegelbrücke der welt). und Peter Schreier war einer der bekanntesten exportschlager der ddr. er war ein in der ganzen welt hochgeschätzter tenor und später auch dirigent.
so weit so gut – wer die drei bisher nicht kannte hat jetzt schon mal was gelernt. aber was verbindet sie nun? da kommt die heimatkunde ins spiel!

da hätten wir herrn pöppelmann

herrn schubert

und herrn schreier.

sie liegen also alle auf dem gleichen friedhof – dem inneren mathäusfriedhof in der dresdner friedrichstadt. und der herr pöppelmann hat wohl auch gleich die pläne für die zugehörige matthäuskirche geliefert. in deren gruft ist er auch bestattet, über die kirche wird auf der (dann) zugehörigen #kirchensafari-seite zu berichten sein. bis dahin muss ein bild genügen

es ist doch immer wieder interessant sich vor der haustür umzusehen!

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nachtrag: heute habe ich auf twitter gelernt – es gibt eine statue von herrn pöppelmann. an seinem – wiederaufgebauten – ehemaligen wohnhaus auf der schlossstrasse 10.

danke @artefakt für das bild! (werde wohl in absehbarer zeit nicht da in die stadt kommen.)

geschaffen wurde es von paul polte im jahre 1936 und 2011 dan restauriert. danke für die ergänzungen an alle beteiligten!

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das alpenbild zum montag

das bild bezieht sich diesmal auf das von letzter woche.

das bild zeigt das innere der kapelle mit altar und gestühl. aufgenommen ist es durch eine kuriosität. damit der arme bittsteller auch sein opfer geben kenn wenn die kapelle zu ist (was sie bei meinen beiden besuchen war) findet man in der beachtlich dicken wand eine öffnung. durch diese passt gerade eine hand und im inneren ist an ihrem ende der eiserne opferstock angebracht. so kann man durch die wand seinen obolus einwerfen – pfiffig oder? (das ding gibts auch in der grossen dorfkirche zu grän.)

rechts neben dem vorhäuschen ist die öffnung zu erkennen – sogar einen segensspruch gibt es drüber! 😉

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sonntags

sonntags geht man in die kirche. auch wenn es am mittwoch war.

die dorfkirche in schellerhau kann man nicht oft genug besuchen. da gibts so viel zu entdecken. hier jetzt auch auf der zugehörigen #kirchensafari-seite

und weil totensonntag ist geht man auch noch auf den friedhof. (ich ja eigentlich nicht, von wegen verordneter tage und so. aber die mama würde es freuen also gehe ich mit dem papa hin.) eine alte tradition – früher haben wir immer das grab meiner schlesischen oma in görlitz besucht. eine kleine erinnerung daran!

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Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland.

Jesaja 43,11

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noch ein paar bilder vom rundgang zur mama heute als ergänzung

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