Pilgerkirche Fördergersdorf – Der Innenraum

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Die spektakulären Malereien aus romanischer Zeit!


Die Wandmalereien erzählen ihre eigene, leise Geschichte. In streng gefassten Feldern, gerahmt von jenem kräftigen Rot, das selbst die Jahrhunderte nicht ganz haben verblassen lassen, entfaltet sich ein Bildprogramm, das sich nur zum Teil erschließt. Oben beginnt es mit den frühesten Dingen: Kains erstes Opfer – und daneben die Tat, die alles verändert, der Brudermord. Darunter wird es unklarer. Die Szenen der mittleren Reihe entziehen sich einer sicheren Deutung, als hätten Zeit und Übermalung hier nicht nur Farbe, sondern auch Gewissheit genommen. Und doch bleibt die Bewegung, die Ahnung einer Handlung, die sich fortsetzt. Unten schließlich tritt Mose hervor, zunächst als Empfänger der Gesetzestafeln, dann, im nächsten Feld, als der Zornige, der sie vor dem Angesicht des Goldenen Kalbes zerbricht. Gesetz und Bruch, Anfang und Scheitern – dicht nebeneinandergesetzt. Und als wäre dies noch nicht genug, findet sich auch an der Ostwand eine freigelegte Malerei, zurückgeholt aus der Verborgenheit, ein weiterer Rest dieser Bilderwelt, der ahnen lässt, dass das Erzählen einst weiterging, vielleicht den ganzen Raum umspannend.


(in Zusammenarbeit mit Herrn Clarus)




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Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.
Epheser 4,15



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