Die Thelersäulen

Die Sage erzählt: Conrad von Theler, einer aus dem alten Geschlechte der Theler, die in Höckendorf und Ruppendorf zu hause waren, erschlug im Zorn und Übermut den Pfarrer in Höckendorf, weil dieser ihn ermahnt hatte, die Gottesgaben der Erde nicht zu missbrauchen und von seinem Mammon der Kirche ihr Teil zu geben. Zur busse für diese Zornestat wallfahrtete er nach Jerusalem. Als er nach Jahr und Tag wieder die Heimat betrat, errichtete er statt der damals üblichen Sühnekreuze Betsäulen. Conrad von Theler starb 1361. Seine Grabplatte und sein Familienwappen in der Kirche zu Höckendorf sind noch heute gut erhalten.

conrad von theler +1361

 

im gegensatz zu den Theler- Betsäulen. von den einstmals 7 stück die auf der wegstrecke von 1,7km verteilt standen existieren nur noch 2 an ihrem ursprünglichen ort dazu eine in dippoldiswalde, eine in ruppendorf, eine in oelsa und ein fragment in obercunnersdorf.
die erste – auch noch erhaltene – steht in höckendorf auf dem kirchweg.

wie bei allen fehlt auch ihr das ursprünliche bet-bildnis. es ist auch nirgendwo eine reproduktion oderso aufzufinden.
der platz ist sehr gepflegt, eine hinweistafel erklärt die wichtigsten fakten und die conrad-v.theler-bank lädt zum verweilen ein.

der naheliegende gedanke ist der beste – wir folgen dem kirchweg. und nach einer kleinen viertelstunde erreichen wir die ehemals dritte säule. am eingang zum stieflitzgrund gelegen.

das waren die beiden welche sich wohl noch an ihren originalen standorten befinden. die dritte – welche sich wohl auch noch zumindest in der nähe befindet – ist die in obercunnersdorf. aber diese ist – wie auf der seite beschrieben – nicht im ganzen erhalten. nur der kopf wurde auf eine alte wegsäule gesetzt.

auch in der nähe aber schon umgesetzt die säule in ruppendorf.

auf dieser historischen aufnahme aus den 1930er jahren kann man sehen wie schön die thelersäule nach ihrer auffindung in einem desolaten zustand wieder hergerichtet wurde (sie wurde jahrelang als torsäule der hofeinfahrt genutzt – rechts unten kann man das scharnier noch erkennen). trotz wirtschaftskrise und inflation. auch ein neues bild der malerin Hede von Eckardstein hat man zur erinnerung an notjahre 1931/32 eigefügt. das hat sich bis heute erhalten.

ganz im gegensatz zu dem schmiedeeisernen gitter vor der bildnische. und auch vom damals neu angerfertigten kruzifix ist nicht mehr viel übrig.

die anderen beiden noch auffindbaren säulen muss ich noch ergänzen!

zurück

***