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sonntags, wenn hier in tirol ‚Herz-Jesu-Sonntag‘ ist. dann leuchten von vielen bergflanken die herz-jesu-feuer (ich bitte die qualitĂ€t der fotos nachzusehen 😉 )

das ist richtung nesselwÀngle am sonnabend abend


und das der blick richtung tannheim

ich habe den herrn clarus mal gebeten die tradition zu erklÀren:

Herz-Jesu-Feuer – Flammen des Glaubens in den Bergen

Wenn in Tirol die DĂ€mmerung ĂŒber die Berge sinkt, beginnen auf den HĂ€ngen und Gipfeln geheimnisvolle Lichter zu erscheinen. ZunĂ€chst glimmt nur ein einzelner Punkt, dann ein zweiter und dritter, bis sich schließlich ganze Feuerbilder aus der Dunkelheit erheben: Kreuze, Herzen, Christusmonogramme oder Segenszeichen. Es sind die Herz-Jesu-Feuer, eine der eindrucksvollsten religiösen Traditionen des Alpenraums.

Ihr Ursprung reicht in das Jahr 1796 zurĂŒck. In einer Zeit großer Unsicherheit und kriegerischer Bedrohung vertrauten die Tiroler LandstĂ€nde ihr Land dem Heiligsten Herzen Jesu an. Aus diesem Gelöbnis entwickelte sich ein Brauch, der bis heute lebendig geblieben ist. Jedes Jahr rund um den Herz-Jesu-Sonntag steigen Vereine, Bergrettungen, Feuerwehren und Dorfgemeinschaften auf die Berge, um dort die Feuer vorzubereiten und nach Einbruch der Dunkelheit zu entzĂŒnden.

Wer das Schauspiel erlebt, versteht schnell, warum die Herz-Jesu-Feuer weit mehr sind als bloße Folklore. Hoch ĂŒber den TĂ€lern leuchten die Zeichen des Glaubens in die Nacht hinaus. Von Dorf zu Dorf antworten die Berge einander mit ihren Feuerbildern, als entstĂŒnde fĂŒr wenige Stunden ein großes Netz aus Licht und Erinnerung.

So verbinden die Herz-Jesu-Feuer Vergangenheit und Gegenwart. Sie erinnern an ein altes Gelöbnis, an den christlichen Glauben der Menschen in den Alpen und an die tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat. FĂŒr Besucher sind sie ein beeindruckendes Schauspiel – fĂŒr viele Tiroler aber bis heute ein sichtbares Bekenntnis, das jedes Jahr aufs Neue die Berge erleuchtet.“


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