sonntags, wenn dritter advent ist – gibts neue pyramiden. wir haben gestern einen feinen ausflug gemacht und es gibt wieder pyramiden von A – nein, mit A gibts keine, also B, wie Beerwalde
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bis Z, wie Zethau.
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es ist erstaunlich mit wieviel liebe die bewohner in den einzelnen dörfen, und wenn es nur ganz wenige einwohner sind, ihre pyramiden gestalten und erhalten! ein besonders schönes exemplar findet man auch in spechtritz bei rabenau
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alle pyramiden zusammengefasst gibt es auf der zugehörigen #spurensuche – seite! in diesem sinne noch einen schönen sonntag und somit 3. advent!
Es war ein stiller Morgen, als ich am Totensonntag hinausging, hinaus in die schneidend klare Luft eines Novembers, der seine ernste Seite besonders deutlich zeigte. –8 Grad, der Atem stand weiß in der Kälte, und ein feiner Reif lag über dem ganzen Gelände, silbrig und beinahe lautlos. Und doch war es keine vollkommene Stille – vielmehr eine gedämpfte Ruhe, durchbrochen von lebendigen, aber vorsichtigen Lauten: dem rauen Ruf eines Eichelhähers, dem dumpfen Trommeln eines Schwarzspechts in der Ferne, dem leisen Flattern einer Amsel, die sich aus dem gefrorenen Unterholz löste. Meisen huschten nervös zwischen den Ästen, Krähen zogen langsam über die Wipfel, und ein Eichhörnchen sprang federleicht über einen mit Reif überzogenen Grabstein und weiter hinauf in die Baumkrone. Das Leben war da, zurückhaltend, aber unübersehbar.
Zwischen den hohen Bäumen stand ein dunkles Grabmal mit Kreuz, dessen Konturen vom Frost fein betont wurden. In der schrägen Morgensonne wirkte es wie ein Schattenriss aus einer anderen Zeit. Die Strahlen fanden ihren Weg durch das wirre Astwerk, brachen sich in winzigen Eiskristallen und ließen die Luft kurz aufglimmen – ein Moment, wie ihn nur ein klarer Wintermorgen schenken kann.
Der Totensonntag, Ewigkeitssonntag, ist ein Tag, an dem das Jahr innehält und die Zeit fast spürbar wird. Die Kirchenglocken – noch stumm am frühen Morgen – würden später an die Namen der Verstorbenen erinnern. Doch schon jetzt, beim Gehen über den frostknirschenden Boden, war die Bedeutung dieses Tages präsent: Ein Blick zurück, ein stilles Erinnern, ein Nachdenken über die Vergänglichkeit, die jeden betrifft, ohne Ausnahme.
Ich blieb vor dem Kreuz stehen. Die Inschrift am Sockel war vom flachen Licht nur mühsam zu erkennen, doch an diesem Morgen schien ihr Inhalt zweitrangig. Jedes Grab, jeder Stein erzählt eine Geschichte, und am Totensonntag wirken all diese Geschichten wie aufgerufen, auch ohne Worte. Der Frost gab ihnen eine feine, glänzende Schwere, und die Tiere ringsum – so lebendig, so selbstverständlich in ihrem Tun – setzten einen fast tröstlichen Gegenklang dazu.
Während ich weiterging, hörte ich über mir erneut einen Eichelhäher, sah eine Amsel mit einem kleinen, frostigen Apfelstück davonhüpfen und wie zwei Krähen sich mit bedächtigem Flügelschlag erhoben. Der Morgen wurde heller, die Welt blieb kalt, aber sie blieb lebendig.
So endet der Totensonntag nie mit einem Schlussstrich. Er ist vielmehr ein Übergang – von der Erinnerung hinein in die stiller werdenden Tage des Spätherbstes, die uns dem Advent entgegentragen. Ein Morgen wie dieser führt uns das vor Augen: Die Vergänglichkeit ist real, aber das Leben ist es ebenso.
danke an herrn clarus der meine gedanken in worte gefasst hat – in diesem sinne einen stillen sonntag – vllt. mit einem requiem?
warum fährt man knapp 200km um dann reichlich zwei stunden in knochenharten kirchenbänken (kirche soll nicht bequem sein hat mir mal ein pfarrer gesagt, da schlafen die schäfchen nur ein.) gemeinsam mit geschätzt 1000 anderen menschen in der kälte einer basilka zu hocken? weil es grundgenial war mendelssohn und dvorak zu erleben!
wir hatten im sommer davon gelesen und festgestellt – das wollen wir erleben. und wir erlebten. eine tolle aufführung mit beeindruckenden sängern, einem tollen chor und einem grossartig aufspielendem orchester. und so ganz nebenbei war es ein tolles november-wochenende. sofern man nicht unter depressionen leidet, den tageslicht – geschweige denn sonne – gabs nicht. dunkelgrau war die himmelsfarbe und teilweise steckten wir in den aufliegenden wolken. aber es war alles wert! die kleine kirche in den wolken
#unterwegs auf der hinfahrt in der nähe von weipert – die geschichte dazu –> KlickKlack (fertig)
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die wallfahrt maria loreto – wir müssen nach ostern wiederkommen – im winter ist sie zu – mit heiligem grab
auch auf der hinreise – #kirchensafari folgt
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der sonntagvormittag in den teichgebieten um tirschenreuth, trotz niesel-piesel ein erlebnis
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auf der heimfahrt (ja, ok auch auf der hinfahrt) noch einmal bei der wallfahrt kapplkirche vorbeigeschaut
man kann schön sehen das man nichts sieht – die strasse führt direkt nach waldsassen – in wolken verhüllt
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in franzensbad eine kleine trinkkur abgehalten (keine bilder) und dann auf dem kamm noch das ‚verlorene‘ dorf seifen (hat nichts mit dem spielzeugdorf seiffen zu tun 😉 ) bei gottesgab besucht
so waren 3 ereigenisreiche tage wie im fluge vorbei. und dank des konzertes und der damit voll beleuchteten basilika konnte ich auch die grösste sehenswürdigkeit derselben adäquat ablichten – die katakombenheiligen
der artikel dazu, bzw. die seite ist auch im entstehen – herr clarus hilft – aber das dauert noch einen moment
und damit für heut gute nacht – die anderen 300+ kirchen, #sühnekreuz und was wir noch so alles sahen lasse ich jetzt mal aussen vor – alles zu seiner zeit… vielleicht sie noch erwähnt – gewohnt haben wir im gasthof ‚weisses ross‘ in konnersreuth – eine absolute empfehlung! gute zimmer und grossartigstes essen (schnitzel! karpfen!)
sonntags, wenn allerseelen, -heiligen und reformationswochenende ist, geht man in die kirche. ja das auch – gestern abend zur bach-kantate in die hiesige kreuzkirche. aber auch an den beiden anderen tagen herrschte keine untätigkeit im baumhaus. na gut heute sind wir faul, aber am freitag mussten wir irgendwie raus. also meinte die frau r4pun2el – lass uns nach guteborn fahren. dort können wir in der buckschen schweiz wandern. also fuhren ins nirgendwo im brandenburgischen süden und wanderten. nachwandern kann der geneigte leser hier – getroffen haben wir zwei kräuerweiblein (sorry, einheimische pilzsucherinnen) einen rottweiler mit zwei menschen dran und einen elektrifizierten montainbiker ohne mountain… also genau das was wir wollten!
im nachhinein entpuppte sich das örtchen guteborn dann als interessanter als erwartet – haben wir sachsen dort doch unsern letzten geenich verloren. da hat er am 19.11.1918 mit den worten ‚da machter euern mist alleene‘ in den sack gehauen. und seitem sin mir gee geenichreich mehr. der ort wo das geschah existiert wohlweisslich nicht mehr, das bewusste schloss wurde 1948 gesprengt. übrig blieb dies
womit ich gleich einmal 3 neue #kirchensafari-seiten vorgestellt hätte! oder aber es geht einfach nur herbst guggn – hier an der altväterbrücke in halsbrücke zum beispiel
leider versteckte sich die sonne zum flugzeitpunkt hinter den wolken. (ein kleiner rückblick auf gestern) in diesem sinne noch einen
sonntags geht man in die kirche – auch wenn es schon am sonnabend war. in eine in der that aussergewöhnliche! (die mir bis hierher verborgen blieb)
eine der schönsten bauernbarock-kirchen die mir bisher untergekommen ist – in reinhardtsdorf/schöna. mehr steht – wie so oft – hier auf der #kirchensafari-seite.
zugleich war es ein ausflug in die wunderschön herbstliche sächsische schweiz
und weil ja ein besuch im bunten herbst ohne einen besuch in seiffen nur halbe sache wäre waren wir heute noch ebenda.
auf dem schwartenberg hat es uns fast weggeweht
aber im ort selber liess es sich aushalten. kaum leute und so gehörten der eine oder andere Glühwein und ein besuch in der kirche zum ritual unseres besuches!
und auch die obligate bratwurst gabs – heute mal eine rauchwurst – sehr lecker!