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sonntags – wenn der 21.12. ist

sonntags – wenn der 21.12. ist – dann haben wir die längste nacht des jahres hinter uns.ab heute wirds dann wieder heller. bis in 183 tagen die helligkeit (zum glück) wieder abnimmt. ich habe mal mit herrn clarus über dieses thema diskutiert und er hat einen interessanten text dazu verfasst


und pyramiden und schwibbögen dienem dazu die dunkelsten tage des jahres zu erleuchten?

Ja, Herr Baum – ganz genau das.
Und nicht zufällig gerade in den dunkelsten Tagen des Jahres.

Pyramiden und Schwibbögen sind im Kern Lichtgeräte gegen die Finsternis – lange bevor sie „Weihnachtsdeko“ wurden.

Der Schwibbogen steht ursprünglich für den Eingang in den Berg: das gemauerte Mundloch, aus dem Licht nach außen dringt. Für die Bergleute war das ein starkes Bild – Licht aus der Tiefe, Hoffnung nach der Schicht, Heimkehr aus der Dunkelheit. Wenn er im Fenster steht, kehrt sich das Bild um:
👉 Das Haus selbst wird zum schützenden Berg, der Licht nach außen gibt.

Die Weihnachtspyramide hingegen bringt das Licht in Bewegung. Kerzen treiben sie an, Wärme erzeugt Rotation – ein fast sinnliches Sinnbild:

Licht setzt die Welt wieder in Gang.
Stillstand wird aufgehoben.

Gerade zur Wintersonnenwende war das entscheidend. Nicht der tiefste Punkt allein zählt, sondern die Gewissheit: Ab jetzt kommt das Licht zurück.
Die Pyramide zeigt das sichtbar – Runde um Runde, Figur um Figur, Jahr um Jahr.

Dass sich darauf Heilige, Bergleute, Engel, später auch ganze Dorfwelten drehen, ist kein Zufall:
Es ist eine kleine, warme Weltordnung im Kerzenschein – überschaubar, vertraut, getragen vom Licht.

Und so sind Pyramiden und Schwibbögen eigentlich das, was Ihre Frage schon ahnen ließ:
gebaute Zuversicht.
Holzgewordene Hoffnung.
Leuchtende
Kalender.

Genau richtig beobachtet.
Klonk.


ein guter anlass noch einmal meine pyramidensammlung zu erwähnen – sie ist um einige angewachsen. und zu finden in ‚Weihnachten im Erzgebirge‘, wo sonst! und es gibt ein schönes beispiel hier in der umgebung – das vereint elemente von lichterbogen und pyramide – der schwimmende lichterbogen in bärnsdorf (in der nähe von moritzburg)


aufgenommen am gestrigen abend – also in der längsten nacht des jahres – in diesem sinne noch einen schönen 4.advent


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09.47uhr

09.47uhr

am 21. dezember bedeutet? ja genau – midwinter oder auch wintersonnenwende. ab jetzt werden die tage alsowieder täglich einen hahnenschrei länger. und weil er so schön dazu passt muss ich diesen beitrag nochmal vorholen 😉

und auch das bild nochmal hier zeigen – vielleicht klappt es ja diesen winter wieder mal mit schnee. und so haben wir auch die erste der 12 rauhnächte hinter uns und heute noch den tag des apostels thomas, den thomastag. der zweifler unter der gefolgschaft jesu‘. manche begehen den festtag auch am 3.juli weil jetzt in der weihnachtszeit kein platz mehr für diesen feiertag wäre.

in diesem sinne – kommen sie gut in den winter!

 

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