#tbt

wieder ein blick zurück – sowjetunion 1984.

zugfahren im grossen land – ein abenteur – vor allem wenn man(n) gar nicht so genau weiss wohin. bis zu unserer abfahrt am kasaner bahnhof in moskau waren wir der meinung es geht nach perm im ural. gelandet sind wir – oben zu sehen – eben in perwomaiski. mitten im schwarzerdegebiet – von ural oder anderem gebirge keine spur. gersits – hinzu komfortabel – im salon-coupé. bedeutet 6 schlafplätze pro abteil (war auf der rückfahrt dann ganz anders – da war der ganze wagon EIN abteil, 3 etagen-betten auch längs an der einen wand – ein 53-mann-abteil!). mit offenem feuer am ende des wagens. auf dem die ganze zeit der samowar summte. und einer djeschurnaja die uns den besten grusinischen tee servierte den ich je im leben getrunken habe. den löffel hab ich heute noch


so als souvenir. 😉
die reise dauerte die ganze nacht – wer das damals einmal erlebt hat kann sich vorstellen warum. obwohl es nur 350km sind. die züge fuhren nicht schnell, geschätzte 50km/h aber dafür so dicht das der aufenthalt nie länger als 2min dauerte. das war dann beim aussteigen sportlich – unser wagen hielt nämlich ausserhalb des bahnhofs (so lang war der zug). bedeutet? genau gepäck auf die wiese werfen, einmal von oben in den graben neben den gleisen springen und schnell weg eh der nächste kam. aber es waren alle draussen. und heimzu alle drin, nachdem wir (wegen der kurzen zugfolge) fast in den falschen zug eingestiegen wären. nach wladiwostok oder so. der hielt nämlich eben jene 2 minuten vor unserem am gleichen bahnsteig. solchen dichten zügverkehr gabs aber dann nicht mal in der eisenbahn-ddr 1984. damit hatten wir nicht gerechnet. aber der rotmützige hatte die sache im griff 😉 – und wir haben unser flugzeut nach hause auch erreicht.

-wird ergänzt- 😉

***

1

(8) Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Großartig, das klingt ja wie bei Pawel Kortschagin. 🙂
    Ein schönes Abenteuer … Wie groß war denn die Reisegruppe? Mit Reiseleiter?

    Antworten

    • so ähnlich kamen wir uns vor! 😊 – kein reiseleiter, ein oder zwei fest angestellte trassenarbeiter die zu ihrer baustelle gereist sind und uns ca. 40 studenten mitgenommen haben. moskau ging so – an flughafen in einen bus – zum roten platz – ansage : um 8 wieder hier. tschüss… um 8 war der bus wieder da – zum bahnhof. ansage: alle gleis x wagen y – bis dann… aussteigen – wir sagen bescheid… (ich glaube bei der abfahrt stand das genaue rückreisedatum noch gar nicht fest…) – war toll!

      Antworten

    • ps – und wir waren ja zum arbeiten dort, 6 wochen, 6 tage die woche, 12 stunden pro tag, eine woche tags eine woche nachts. urlaub war das nur bedingt…

      Antworten

      • Du musst noch schreiben, worin die Arbeit genau bestand. Wusste gar nicht, dass dort auch Studenten zum Einsatz kamen.

        Antworten

        • kommt noch – nur ganz kurz – wir waren als zimmerleute unterwegs – schalungen bauen. und das war ganz offizieller studentensommer – den gabs alle jahre. so wie ferienarbeit in der schule. ausland war aber eher die ausnahme… 😉

          Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.