Schlagwort: #spurensuchen

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die alte mühle

 

auch als hartmannmühle bekannt hat sie ihre besten tage schon hinter sich. obwohl sie wohl noch schlechtere hatte denn mitter 1990er wurde zumindest das hauptgebäude schon einmal teilsaniert.

 

 

die giebel und das dach wurden gedeckt, das mauerwerk trockengelegt (zumindest sieht es so aus) und was noch weiss ich nicht. aber seitdem ruht sie im dornröschenschlaf.

 

 

den früher vorhandenen mühlteich hat man inzwischen trockengelegt und das wasser stand ihr wohl schon mehrmal bis zum hals.

 

 

leider sind weder das eigentliche hochwasserschild (Hochwasser 8.7. 1927) noch die inschriften auf dem türstock noch gut bzw. überhaupt zu entziffern. und auch sonst hält sich das ensemble sehr bedeckt – ich habe noch nichts weiter darüber gefunden. wenn also jemand was weiss!

das ganze ist eine ergänzung zum meiner wanderung jetztmal als mich die zollkontrolle von der genaueren begutachtung der gebäude abgehalten hat 😉

 

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#garteneinsichten bei #spurensuchen

ein beitrag den ich irgendwie schon jahre mit mir rumschleppe und immer noch nicht zu ende gedacht und gebracht habe – ja noch nicht mal so richtig angefangen.aber er passt ein wenig zur derzeitigen mitmachaktion bei der @burgposterstein (unter beteiligung von 3 anderen thüringer museen) – namens #garteneinsichten.
es geht um die verschwundenen dörfer auf dem erzgebirgskamm welche ich in den letzten tagen durchquert bzw. besucht habe. seit 70 jahren holt die natur sie sich zurück nachdem sie zwischen 1945 und 1955 verlassen und geschleift wurden. aber man kann sie noch finden! und zwar anhand der früher an jedem haus vorhandenen bauerngärten! ein wanderweg im wald und plötzlich zwischen fichten, brombeeren und farn – blühender flieder! auf einer noch vorhandenen trockenmauer die das grundstück zum weg hin abschliesst (dahinter noch zu ahnen – der ehemalige standort des hauses)



du gehst auf dem feldweg über eine der bergwiesen – plötzlich holunderbüsche hinter einer fast verfallenen brücke


ein anderer waldweg – plötzlich eine brücke, eine mauer – dahinter ein ehemaliger mühlgraben umstanden von obstbäumen – von der mühle nichts mehr zu sehen… (es gab einmal 4 in diesem dorf mit insgesamt 26 häusern!)


der talweg – eine kleine brücke dahinter eine kastanie neben einer planen fläche – eine der hier mal 9 vorhandenen gaststätten – weg. bis auf den garten…


es sind also nicht nur die grossen englischen oder französischen gärten der herrenhäuser, rittergüter oder schlösser (egal ob noch verhanden und dahindämmernd, heiter belebt oder nicht mehr da) sonder auch die gärten der ‚kleinen‘ leute. die welche ihr zu hause wegen vertreibung aufgeben mussten. aber ihre gärten erzählen heute noch geschichten – man muss nur hinsehen und hören!

so könnte das auch auf dem erzgebirgskamm ausgesehen haben – als des die ‚verschwundenen‘ dörfer noch gab!

(bauerngarten im freilichtmuseum zu seiffen/erzg.)

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ps – ich werde das ganze natürlich noch bei meinen #spurensuchen vertiefen – im laufe der zeit!

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pps – ich habe die standorte der einzelnen fotos noch ergänzt (als google-maps-link) – auf den luftbildern kann man die grundstücke zum teil sogar noch gut erkennen! bei den hier besprochenen ortschaften handelt es sich um das ehemalige böhmisch-müglitz, voitsdorf und ebersdorf. einzig von voitsdorf stehen noch einige häuser…

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