Schlagwort ‘unterwegsseiendes’

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von teufeln und galgen (-bergen)

nachgeforscht und gefunden habe ich einzelheiten zur tännichtmühle. an dieser stelle danke an frau r4pun2el die mir die entsprechende literatur in der bibliothek organisiert hat. und eben jene tännichtmühle von der ich letzte woche noch nichts wusste trägt auch den beinamen teufelsmühle.

so sah sie wohl einmal aus. ihren beinamen hat si vom müller andreas reiff der 1720 im alter von 44 jahren starb. dieser war ein rutengänger was ihm den ruf einbrachte mit dem teufel im bunde zu stehen und seither hiess die mühle nach dem hinkefuss-gesellen. glück war ihr nicht beschieden – immer mehr schulden plagten die besitzer. uns so legten der müller (naman weiss ich nicht) und sein bruder im februar 1853 feuer. allein es hat nicht geklappt – der mühle war nichts passiert. dafür brannte sie 20 jahre später, am 17. april 1872, dann ganz ohne zutun des müllers bis auf die grundmauern nieder. und da dieser ausser schulden auch nichts besass wurde sie nie wieder aufgebaut. und von den grundmauern ist jetzt – noch 150 jahre später – auch fast nichts mehr zu sehen.

von etwaigen wehren, mühlgräben oder ähnlichem habe ich auch nichts gefunden – sowohl in der literatur noch im wald. einzig vielleicht dies

es sieht nach einem nicht mehr benutzbaren stauweiher ein stück oberhalb der mühle aus. dieser könnte das wasser für die mühle bereitgestellt haben. obwohl geschrieben steht das der müller den anwohnern weiter unten versprechen musste das wasser

“nie schützen, sondern immer laufen zu lassen bei Strafe von 2 Thalern”

belassen wir es dabei mit der zeit gerät so manches in vergessenheit. wir haben auf alle fälle den ‘finstren’ grund verlassen um über streuobstwiesen

das örtchen weisstropp zu erreichen. eins der ältesten dörfer in der gegend, schon 1288 urkundlich erwähnt. und aus dieser zeit stammt auch die erste erwähnung eines pfarrers. was auch auf eine kirche daselbst hindeutet. diese

ist es nicht – das ist der nachfolgerbau. darüber gibt es morgen mehr zu berichten.
auf der landstrasse verlassen wir den ort wieder – das schloss haben wir rechtsliegen lassen – es ist privatgebäude – und gelangen zum galgenberg.

eigentlich verdient der hügel den namen berg nicht aber von seinem fuss kann man schön guggn. weit! bis nach radebeul – das ist nicht so weiit aber auch bis moritzburg.

links im bild schloss und kirche moritzburg und rechts die lindenauer wasserturm und die friedensburg mit den radebeuler weinbergen.
und schon sind wir 7km gelaufen und die clara wartet um uns die paar minuten wieder heim zu chauffieren. nazuguggn gibts das ganze hier – bei komoot.

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p.s. eins hab ich noch

creek

das mag ich wieder einmal sehr. und wer mehr lesen möchte – der text über die tännichtmühle ist 1951 in einer schrift ‘dorfbilder’ – heimatgedanken zu oberwartha erschienen.

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von brüdern, gertrud, mühlen und gütern

wieder einmal ins wespennest gestochen – eine frage gehabt und es ergeben sich 10 neue. ich sollte wohl lieber zu hause bleiben als draussen rumzulaufen und ständig neue spuren zu entdecken die es zu verfolgen gälte… eine kleine sonntagsrunde (runde 5km) durch unbekannte gefilde direkt vor der haustür und ich könnte schon wieder zum heimatforscher werden. von anfang

5 brüder sollt ihr sein und ca.400 jahre alt. jeder, nicht alle zusammen.

das ist relativ einfach – es handelt sich um 5 rund 400 jahre alte esskastanien. die stehen da so im wald. warum steht in einer sage – und zwar hier. und es war auch früher schon ein beliebter ausflugsort.


(quelle deutsche fotothek)

unweit davon ein kleiner, uralter steinbruch. der musste auch mal als versteck und andachtsraum herhalten.

ich zitire das angebrachte erklärungsschild

1645 wurde hier ein Dankgottesdienst vom Weisstropper Pfarrer Magister Thobias Emme abgehalten.
Anlass war der Beginn Der Friedensverhandlungen zwischen Sachsen und Schweden in der Dorfschenke Cossebaude zum 30-jährigen Krieg.
Die Verhandlungen sind dann am 27. August 1645 in der Pfarre Kötzschenbroda zu Ende geführt worden…

ein kleines stück weiter findet man den gertrud quell.

darüber habe ich noch gar nichts gefunden nur hier wird sie mal erwähnt. – vielleicht findet sich ja mal noch was. der grab/gedenkstein steht da für herrn fritz arndt.
über den poeten-weg geht es hinunter in den tännichtgrund. und ein paar schritte hinauf findet man diese mauerreste

was ist das nun schon wieder? die ersten recherchen bestätigen meine vermutung – es gab an dieser stelle mal eine mühle – die tännichtmühle. oder auch teufelsmühle. weitere nachforschungen wären wohl angebracht 😉
über feine feldwege gehts zurück zur clara


die freundlich am einlaufbauwerk des oberen staussees vom pumpspeicherwerk niederwarta wartet. dieses technische denkmal wäre der nächste recherchegrund. aaaber wir sind noch nicht am ende. in der – denkmalgeschützten – ortsmitte erwartet und die 400jährige dorflinde

an ihrem stamm das ‘kriegerdenkmal’ von 1918

bleibt zum schluss noch das

das ist der noch schmeichelhafteste teil des ehemaligen kloster-/ brauereigutes in oberwartha. von der strasse aus sieht das ganze dann so aus

ganz nach dem motto ‘ruinen schaffen ohne waffen’ verfällt es seit jahren vor sich. die besitzende immobilienfirma wartet wohl auf den endgültigen zusammenbruch um es dann trotz denkmalschutz abreissen zu können und einen rechteckigen klotz mit karnickelbuchten für menschen hinzuklotzen. same procedure as everywhere…

zum abschluss der runde noch was versöhnliches – mein lieblingsmotiv des tages

pond

nicht mitten im nirgendwo sondern nur 5 minuten von der nächsten siedling entfernt. in diesem sinne – kommen sie gut durch die neue woche.

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traditionen

(mindestens) einmal im jahr geht die reise nach seiffen!
das heimatmuseum musste diesmal aussen vor bleiben – wir waren zuvor in der kirche von neuhausen – im rahmen meiner andauernden #kirchensafari. nachzulesen demnächst auf der zugehörigen seite.
tradition – die bratwurst

aber auch die seiffener kirche war wieder ziel

und diesmal hat es geklappt – wir waren zur orgelspielzeit, was gleichzeitig kirchenerklärzeit bedeutet, da! und haben den zimbelstern in aktion erlebt

die geldbörse blieb wieder in der tasche – ursprünglich gedachte anschaffungen erwiesen sich als zu kostenintensiv 😉
aaaber – das kleine vorwerk lag wieder am heimweg

feststellung: kuchen ist selbergebacken und leggor und auch drinnen gilt : nur gännschen

ein lohnenswerter brückentagsausflug mit durchaus feinem herbstwetter (zum teil) und noch nicht sooo bunten bäumen…

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sonntags

sonntags geht man in die kirche. oder zumindest drumrum.

mehr steht – wie in letzter zeit üblich – auf der zugehörigen #kirchensafari – seite.
heute im malerischen bieberstein – gelegen unmittelbar neben reinsberg (dem ohne h) über dem tal der bobritzsch. auf einem felssporn über dem flüsschen liegt auch die alte burg/ das schloss.

schloss bieberstein

wie man sieht tut ein besuch in der unbelaubten jahreszeit durchaus noch einmal not – um das ensemble in voller pracht sehen zu können. vom garten aus ging das gestern auch

schloss bieberstein

nur von innen nicht – es sollte geheiratet werden und so war die hausdame noch voll im stress und hatte keine zeit uns durchs schloss zu führen. das werden wir aber nachholen – denke ich. wenigstens den verwunschen park konnten wir beischönstem spätsommerwetter bewundern. erinnert ein wenig an ‘der geheime garten’ 😉

upstairs downstairs

über den park habe ich nichts weiter gefunden, ausser das es früher eine orangerie gab. die ist aber jetzt wohl verschwunden. das schloss selbst war bis 1992 jugendherberge und befindet sich heute in privatbesitz.
noch zu finden im -eigentlich nicht öffentlichen – reste des alten tores

das alte rittergut ist durchaus noch vorhanden – z.t. bewohnt, z.t. für uns gestern nicht erkennbar welchem zweck es dient.

es hat sich gelohnt diesen kleinen #safari – ausflug zu machen. ergänzend dazu noch der beitrag über bobritzsch, brücken und kleinbahnen.
zum schluss noch was zum ausruhen und träumen an disem sonntag!

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lebenszeichen

ich lebe noch – die letzte woche war jedoch sehr anstregend – durchwachsen. mehrere besuche bei der zahnärztin meines vertrauens und trotzdem schmerzen, ein tag urlaub, trotz schmerzen genossen, ein auto voller (woll-)hühner und heute (gestern) ein arbeitstag voller migräne mir reichts.

aber wenigstens die hühner haben sich wohlgefühlt, wie wollhühner so sind

und unsere kleine rundreise

von wackerbarth nach meissen

am sonnabend und unser besuch am sonntag auf der festung königstein

haben sie sehr beeindruckt. lecker fisch aus rathmanssdorf und ein abendlicher besuch in der frauenkirche und auf dem riesenrad am postplatz taten ein übriges…

zu erwähnen noch mein – unser – urlaubstag. wir wollten noch einmal die ausstellung im grössten jagdschloss europas besuchen – nachdem wir ja schon einmal dort waren. haben wir auch. der artikel darüber ist aber auch ein grösseres projekt – dauert also noch… ein kleines häppchen

hubertusburg

in diesem sinne… schönen herbst!

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