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Gartenkunst, Stille und feiner Kaffee

wir – also die bewohner des baumhauses – hatten ja vor einiger zeit geburtstag. diesen galt es mit der familie nachzufeiern. und was tut man wenn man eine kleine wohnung hat ? man geht aus! und so haben wir einen der schönsten barockgärten in sachsen gemietet (ok, die 2,3 anderen besucher durften auch mit in den park) und die kleine schar dahin eingeladen. zu lecker schmaus und vor allem einer kaffeetafel! es war:

Ein Nachmittag in Großsedlitz

Erinnerung an Gartenkunst, Stille und feinen Kaffee

Es gibt Orte, die nicht laut sind – und gerade deshalb lange nachklingen. Der Barockgarten Großsedlitz ist ein solcher Ort. Wer ihn an einem milden Nachmittag betritt, lässt nicht nur den Alltag hinter sich, sondern tritt ein in eine Welt, die ganz bewusst gestaltet wurde: geordnet, durchdacht – und doch voller leiser Poesie.
Schon beim ersten Blick über die Terrassen wird deutlich, dass dieser Garten mehr ist als ein Park. Er ist ein Ausdruck barocken Denkens: Natur wird hier nicht gezähmt, sondern inszeniert. Stufe für Stufe entfaltet sich ein streng gegliedertes System aus Wegen, Hecken, Balustraden und Skulpturen. Alles folgt einer Idee – der Idee von Harmonie, Maß und Repräsentation. Angelegt wurde die Anlage im frühen 18. Jahrhundert unter August dem Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen. Was hier entstand, war kein gewöhnlicher Lustgarten, sondern eine der bedeutendsten barocken Gartenanlagen Deutschlands. Besonders bemerkenswert ist die großzügige Terrassenanlage, die sich wie eine steinerne Bühne zur Landschaft hin öffnet. Von hier aus schweift der Blick weit hinaus – ein bewusst gesetzter Kontrast zur strengen Geometrie des Gartens.


Die zahlreichen Sandsteinfiguren, die den Garten säumen, sind mehr als bloße Dekoration. Sie erzählen – leise, aber eindringlich – von Tugenden, Jahreszeiten, mythologischen Figuren und menschlichen Eigenschaften. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt in ihnen eine Art steinernes Gespräch, das sich durch die gesamte Anlage zieht. Besonders im wechselnden Licht eines Nachmittags gewinnen diese Figuren an Ausdruck: Schatten vertiefen die Züge, Konturen treten hervor, und plötzlich scheint Bewegung in das unbewegte Material zu kommen.

Ein zentrales Element des Gartens ist das Wasser. Die Kaskaden, Brunnen und Becken waren nicht nur technische Meisterleistungen ihrer Zeit, sondern auch bewusst eingesetzte Gestaltungsmittel. Das leise Plätschern begleitet den Spaziergang, verbindet die einzelnen Gartenräume und schafft jene Atmosphäre, die man vielleicht am besten als „barocke Gelassenheit“ beschreiben kann.


Und dann – fast wie ein Ruhepunkt in dieser kunstvoll gestalteten Welt – das Friedrichschlösschen.
Das kleine Schloss, ursprünglich als Orangerie und später als Lustschloss genutzt, wirkt beinahe zurückhaltend im Vergleich zur großen Geste des Gartens. Gerade darin liegt sein Reiz. Im Inneren entfaltet sich eine feine, elegante Gestaltung: helle Räume, dezente Ornamentik, eine Atmosphäre, die weniger überwältigt als vielmehr einlädt.

Hier wird der Garten gewissermaßen nach innen fortgesetzt. Was draußen in Stein und Grün angelegt ist, findet drinnen seine Entsprechung in Raum und Licht. Es ist ein Ort des Verweilens – und genau das macht ihn zum idealen Rahmen für ein Kaffeetrinken. Ein feiner Kaffee, vielleicht ein Stück Kuchen – und durch die Fenster fällt das Licht des Nachmittags auf die Tische. Gespräche werden leiser, der Blick wandert hinaus auf die Terrassen, auf Figuren und Wege, die man eben noch selbst gegangen ist. Es ist ein Moment, in dem sich Zeit dehnt.

Vielleicht liegt gerade darin die eigentliche Qualität dieses Ortes: Er zwingt zu nichts. Er drängt sich nicht auf. Aber er lädt ein – zum Schauen, zum Gehen, zum Verweilen.

Und wenn man Großsedlitz schließlich wieder verlässt, bleibt etwas zurück. Kein lautes Bild, kein einzelnes Ereignis. Eher ein Eindruck: von Ordnung und Schönheit, von Licht auf Sandstein, vom Klang des Wassers – und von einem Nachmittag, der für einen Augenblick ganz außerhalb der gewöhnlichen Zeit stand.


(in Zusammenarbeit mit Herrn Clarus)

bleibt nach diesem kleinen historischen einschub (das ganz gibts als give-away flyer für die gäste) noch zu resümieren. es war ein sehr angenehmer tag. mit dem ersten richtigen frühlingstag in diesem jahr der ein draussensitzen erlaubte, mit leckerem mittagessen und hervorragendem #gaffee und kuchen, auch papas eisbecher sah extraordinär gut aus, einer sehr freundlichen, aufmerksamen und flinken magd und gästen die sehr zufrieden wieder abreisten!

nur herrn wackerbarth, herrn brühl oder gar den august persönlich haben wir nicht getroffen!


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von licht, brücken, burgen, kirchen und klöstern

… oder 10 tage auf reisen. durchs eichsfeld, westfalen, den ruhrpott, das bergische land, den vogelsberg und nicht zuletzt die rhön. überall wars schön (auch wenn es manchmal dauerregnete, manchmal graupelte), spannnend, historisch, lecker, feierlich, lustig, chaotisch, ruhig, nochmal feierlich, informativ und überhaupt. und es war definitv zu kurz.
zusammengefasst – von a – wie schloss allstedt- bis z – wie ‚zur müngstener brücke‘ war alles dabei. ein dank geht an liebe gastgeber, liebe gäste und ganz viele nette menschen die uns gutes getan haben. und weil die frau r4pun2el gerade gefragt hat: ’schreibst noch einen beitrag über unsere reise, oder waren wir umsonst in den vielen kirchen?‘ habe ich auch was geschrieben. Danke für deine geduld! sollen wir noch ein bild für a und eins für z ansehen? gut.

a – wie schloss allstedt (ein völlig zu unrecht übersehener schatz)

man beachte die uhr! sie hat nur einen stundenzeiger!


z – ‚zur müngstener brücke‚ – immerhin die höchste eisenbahnbrücke deutschlands (und es fährt eine eisenbahn drüber!)


und um die kirchen nicht zu kurz kommen zu lassen – die letzte auf unserer reise war diese – die dorfkirche zu helmershausen in der rhön

KlickKlack aufs Bild für die #kirchensafari!



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Sonntags

sonntags, wenn allerseelen, -heiligen und reformationswochenende ist, geht man in die kirche. ja das auch – gestern abend zur bach-kantate in die hiesige kreuzkirche. aber auch an den beiden anderen tagen herrschte keine untätigkeit im baumhaus. na gut heute sind wir faul, aber am freitag mussten wir irgendwie raus. also meinte die frau r4pun2el – lass uns nach guteborn fahren. dort können wir in der buckschen schweiz wandern. also fuhren ins nirgendwo im brandenburgischen süden und wanderten. nachwandern kann der geneigte leser hier – getroffen haben wir zwei kräuerweiblein (sorry, einheimische pilzsucherinnen) einen rottweiler mit zwei menschen dran und einen elektrifizierten montainbiker ohne mountain… also genau das was wir wollten!


im nachhinein entpuppte sich das örtchen guteborn dann als interessanter als erwartet – haben wir sachsen dort doch unsern letzten geenich verloren. da hat er am 19.11.1918 mit den worten ‚da machter euern mist alleene‘ in den sack gehauen. und seitem sin mir gee geenichreich mehr. der ort wo das geschah existiert wohlweisslich nicht mehr, das bewusste schloss wurde 1948 gesprengt. übrig blieb dies

KlickKlack aufs bild um zur zu kommen


und wie es manchmal so geht – in den nachbarorten waren zwei noch unbekannte #sühnekreuze zu finden


so sieht die gegend übrigens von oben aus


und wer nun wissen möchte wo das ist –> genau hier!
und wei es manchmal auch s/w sein darf – noch ein allerseelenbild zum schluss


in diesem sinne noch einen angenehmen rest vom langen wochenende (wer denn eins hatte…)


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das glückliche ende einer fast-tragödie

zum zweiten male diese woche gabs gestern einen kleinen stundenurlaub – im gebirge. auf der suche nach weihnachtpyramiden in den dörfern da oben. fündig wurden wir – u.a. in schmiedeberg/sa.

sie sollen meine kleine sammlung ergänzen – in kürze!

und wie er so ist – esel wollte mit. rodeln – so wie im letzten jahr! und else wollte auch mit. wir haben sogar die gleiche stelle gefunden, weil es aber schon dunkel war – das ganze unter flutlicht.

sie hatten spass!

zu hause dann der schock – esel weg – nur else noch im reisebeutel.
wo ist esel?
ist er noch in der clara?
eine unruhige nacht – wo ist esel?
heute morgen – frau r4pun2el hat etwas zu erledigen, durchsucht die clara – keine spur von esel.
der wird doch nicht?
familienrat –> ok, wir fahren nochmal zum glückspilz

und

da lag er!

wohl aus dem reisebeutel gehüpft und im dunklen hat es keiner bemerkt. festgefroren, aber unversehrt.



zu hause taut er jetzt auf und trocknet wieder – er kann auch schon wieder singen ‚on the road again‘

und wir haben den schreck und die rettungsmission gleich einmal benutzt – zum einem ihr einen besuch abzustatten


zum andern dem schloss lauenstein einen besuch abzustatten

darüber wird es zu berichten geben – auch in der #schlössersafari

in diesem sinne noch einen schönen sonnabend! und mögen sie uns ruhig für verrückt erklären – einen vogel braucht jeder! 😉


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Nachtrag am Sonntag

esel hat alles gut überstanden! <3


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Sonntags

sonntags – wenn herbst ist. geht man in an die kirche, auch wenn es schon am sonnabend und damit noch im sommer war. aber alle waren zu! macht aber nix – eine schöne runde war es doch. gesehen haben wir die


und die


und die


hier gelang sogar ein kleiner blick nach drinnen


und noch so manches andere auf unserer kleinen runde durchs sächsische burgenland. schön ist wenn direkt neben der kiche dann noch ein #sühnekreuz zu finden ist – das war bei zweien der fall 🙂


ach so – hier waren wir auch. wer nicht weiss wo dieses wunderbare taubenhaus ist der schaue hier 🙂


so war das am letzten offiziellen sommertag 2024… die #sühnekreuze bekommen natürlich noch ihre eigenen seiten! (die gibts inzwischen hier und hier und hier und hier…)


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Nachtrag:

unbedingt erwähnt werden muss natürlich noch des esels grosse freude!


ein brunnen für ihn-extra! der eselsbrunnen zu leisnig! er war ganz happy!


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#stundenurlaub

nach einem tag im heimbüro galt es noch die beine zu vertreten. grosse ausflüge nach feierabend sind trotz des schönen sommerwetters nicht drin – also fuhren wir nur ein kleines stück. um den park im prinzip für uns zu haben – das schloss ist eh nur für angestellte und kursteilnehmer zugänglich – es gehört eine sächsischen ministerium. aber wir wandelten mit unserem eis eben im park – so eine kleine stunde. #stundenurlaub halt.




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