moderne französische, geistliche vokalmusik – hervorragend! der mdr-chor in höchstform! und auch christian schmitt an der ladegast-orgel war ein ohrenschmaus. diese orgel ist aber auch ein phantastische instrument.
das ganze im dom zu merseburg. und weil das für einen abend zu weit von zu hause ist durften wir noch die nacht in merseburg verbringen (nach einem üppigen armensichen essen am abend, zufall aber auch hervorragend) gabs dann heute noch ein wenig mitteldeutsche heimatgeschichte zu entdecken. von bergbau
der tagebau profen aus 100m höhe
über sühne
die #sühnekreuzseiten müssen noch warten
viele türme in der stadt
die skatstadt altenburg, mit leckerem frühstück
und nicht zuletzt – weil sonntag ist – einer weiteren #kirchensafari.
sie war sogar offen – die #kirchensafari folgt noch
in diesem sinne wünsche ich ihnen noch einen schönen restsonntag und werde jetzt erst einmal die vielen eindrücke verdauen…
an diesem besonderen tag gibt es zwei aussergewöhnliche – aus meiner sicht – jubiläen zu erwähnen. einmal
1000 JAHRE
darf man mal gross schreiben. heute vor 1000 jahren wurde diese kirche geweiht.
der dom zu merseburg. die 1000jährige grundsteinlegung hab ich hier schon erwähnt – und schon isser ferdsch!
die genauere beschreibung harrt noch in der kiste aus, bilder dazu gibt es wohl genug. nicht unerwähnt bleiben soll aber die berühmte ladegastorgel (die noch keine 1000 jahre alt ist)
heute werden. die heilige gertrud von helfta. zisterzienserin im gleichnamigen kloster von 1261 bist zu ihrem frühen tod 1301 oder 1302 – so genau ist es nicht überliefert. sie war eine sehr gebildete frau in ihrer zeit und trog darum den beinamen ‚die grosse‘! in erinnerung ist sie mir durch meine reise im herbst ins mansfeldische – eigentlich zu den templern. ich habe ja in dem kloster übernachtet und es war ein beeindruckendes erlebnis. in den nonnen frauen zu sehen die das leben was ihrem glauben entspricht. und es nicht aus folklore oder kommerz anbieten. erstaunlich in unserer zeit! über den ganzen aufenthalt schwirrt mir auch noch ein artikel im kopf herum – aber der ist noch nicht reif. ein gedanke – in der klosterkirche (wo man übrigens an allen gebeten der nonnen über den tag teilnehmen kann) gibt es einen in bronze gegossenen kreuzweg
und da ich einige zeit in dieser kirche zugebracht habe konnte ich feststellen – keiner der besucher hat sich dafür interessiert. nicht einmal eine wallfahrtsgruppe hat in sich angesehen. soll das so? verstehe ich nicht. (allerdings musste ich mir die beleuchtung auch selbst einschalten…)
die kirche selbst ist übrigens ganz interessant. nachdem das kloster während der reformation aufgelöst wurde verfiel der ganze komplex. und erst nach dem ende der ddr zogen wieder schwestern ein – es wurde wiederbelebt. und auch die klosterkirche unter einbeziehung der noch vorhandenen bausubstanz wieder aufgebaut.
der giebel und die rechte wand dürften also aus der bauzeit um 1250 stammen während man an der linken wand den anschluss des wiederaufbaus an das alte gemäuer erkennen kann. aber das ist ja eine ganz andere geschichte!
der april machte seinem namen alle ehre an seinem letzten tag – wettertechnisch. von wolkenbruch bis zu strahlendem sonnenschein gab es alles. einschließlich tollem licht zum sonnenuntergang…