sonntags – oder um es mit cdf zu sagen ‚Ein Älterer Herr in Betrachtung einer Kirche‘
auf genommen am letzten sonntag – dem ehrentag des älteren herrn! wie er selbst schon schrieb – danke an alles gratulanten! es war ein guter tag! und wei sonntag ist möchte ich sie noch auf neue kirchen – respektive kirchenteile – in der #kirchensafari hinweisen. bei interesse KlickKlack aufs untere bild – es gibt eventuell auch einen hinweis worum es sich handeln könnte!
in diesem sinne noch einen schönen sonntag und geniessen sie die sonne – es wird wieder kalt!
wie der geneigte leser merken kann sind die besuche schon einige zeit her. st.severi lag am heimweg vom weihnachtsurlaub, aber die anderen beiden hab ich vor einiger zeit besucht und in dieser woche mal zeit gehabt die seiten zu vervollständigen! in diesem sinne einen schönen ersten sonntag nach neujahr
Es war ein stiller Morgen, als ich am Totensonntag hinausging, hinaus in die schneidend klare Luft eines Novembers, der seine ernste Seite besonders deutlich zeigte. –8 Grad, der Atem stand weiß in der Kälte, und ein feiner Reif lag über dem ganzen Gelände, silbrig und beinahe lautlos. Und doch war es keine vollkommene Stille – vielmehr eine gedämpfte Ruhe, durchbrochen von lebendigen, aber vorsichtigen Lauten: dem rauen Ruf eines Eichelhähers, dem dumpfen Trommeln eines Schwarzspechts in der Ferne, dem leisen Flattern einer Amsel, die sich aus dem gefrorenen Unterholz löste. Meisen huschten nervös zwischen den Ästen, Krähen zogen langsam über die Wipfel, und ein Eichhörnchen sprang federleicht über einen mit Reif überzogenen Grabstein und weiter hinauf in die Baumkrone. Das Leben war da, zurückhaltend, aber unübersehbar.
Zwischen den hohen Bäumen stand ein dunkles Grabmal mit Kreuz, dessen Konturen vom Frost fein betont wurden. In der schrägen Morgensonne wirkte es wie ein Schattenriss aus einer anderen Zeit. Die Strahlen fanden ihren Weg durch das wirre Astwerk, brachen sich in winzigen Eiskristallen und ließen die Luft kurz aufglimmen – ein Moment, wie ihn nur ein klarer Wintermorgen schenken kann.
Der Totensonntag, Ewigkeitssonntag, ist ein Tag, an dem das Jahr innehält und die Zeit fast spürbar wird. Die Kirchenglocken – noch stumm am frühen Morgen – würden später an die Namen der Verstorbenen erinnern. Doch schon jetzt, beim Gehen über den frostknirschenden Boden, war die Bedeutung dieses Tages präsent: Ein Blick zurück, ein stilles Erinnern, ein Nachdenken über die Vergänglichkeit, die jeden betrifft, ohne Ausnahme.
Ich blieb vor dem Kreuz stehen. Die Inschrift am Sockel war vom flachen Licht nur mühsam zu erkennen, doch an diesem Morgen schien ihr Inhalt zweitrangig. Jedes Grab, jeder Stein erzählt eine Geschichte, und am Totensonntag wirken all diese Geschichten wie aufgerufen, auch ohne Worte. Der Frost gab ihnen eine feine, glänzende Schwere, und die Tiere ringsum – so lebendig, so selbstverständlich in ihrem Tun – setzten einen fast tröstlichen Gegenklang dazu.
Während ich weiterging, hörte ich über mir erneut einen Eichelhäher, sah eine Amsel mit einem kleinen, frostigen Apfelstück davonhüpfen und wie zwei Krähen sich mit bedächtigem Flügelschlag erhoben. Der Morgen wurde heller, die Welt blieb kalt, aber sie blieb lebendig.
So endet der Totensonntag nie mit einem Schlussstrich. Er ist vielmehr ein Übergang – von der Erinnerung hinein in die stiller werdenden Tage des Spätherbstes, die uns dem Advent entgegentragen. Ein Morgen wie dieser führt uns das vor Augen: Die Vergänglichkeit ist real, aber das Leben ist es ebenso.
danke an herrn clarus der meine gedanken in worte gefasst hat – in diesem sinne einen stillen sonntag – vllt. mit einem requiem?
sonntags, wenn allerseelen, -heiligen und reformationswochenende ist, geht man in die kirche. ja das auch – gestern abend zur bach-kantate in die hiesige kreuzkirche. aber auch an den beiden anderen tagen herrschte keine untätigkeit im baumhaus. na gut heute sind wir faul, aber am freitag mussten wir irgendwie raus. also meinte die frau r4pun2el – lass uns nach guteborn fahren. dort können wir in der buckschen schweiz wandern. also fuhren ins nirgendwo im brandenburgischen süden und wanderten. nachwandern kann der geneigte leser hier – getroffen haben wir zwei kräuerweiblein (sorry, einheimische pilzsucherinnen) einen rottweiler mit zwei menschen dran und einen elektrifizierten montainbiker ohne mountain… also genau das was wir wollten!
im nachhinein entpuppte sich das örtchen guteborn dann als interessanter als erwartet – haben wir sachsen dort doch unsern letzten geenich verloren. da hat er am 19.11.1918 mit den worten ‚da machter euern mist alleene‘ in den sack gehauen. und seitem sin mir gee geenichreich mehr. der ort wo das geschah existiert wohlweisslich nicht mehr, das bewusste schloss wurde 1948 gesprengt. übrig blieb dies
womit ich gleich einmal 3 neue #kirchensafari-seiten vorgestellt hätte! oder aber es geht einfach nur herbst guggn – hier an der altväterbrücke in halsbrücke zum beispiel
leider versteckte sich die sonne zum flugzeitpunkt hinter den wolken. (ein kleiner rückblick auf gestern) in diesem sinne noch einen
sonntags geht man in die kirche. auch wenn es an einem anderen wochentag war. und da ich noch keine möglichkeit gefunden habe meine verehrten abonennten auch auf neu entstandene seiten hinzuweisen (irgendwie gibt es mit bordmitteln nur die option für beiträge, nicht für seiten – wenn jemand ne idee hat!) will ich zwei heute kurz vorstellen. zum einen die über das kirchlein im grünen – welches ja letzte woche schon erwähnt wurde.
klickklack aufs bild für die #kirchensafari-seite
zum zweiten die dorfkirche das unmittelbaren nachbardorfes – gnandenitz
auch hier – klickklack aufs bild
sonst gehen die seiten einfach so unter und die geneigte leserschaft wundert sich wieso hier nichts passiert.
jetzt noch ein nachtrag zu gestern – die saison bei der dresdner philharmonie hat begonnen und gestern war dann unser einstieg
es gab brahms (das cello!), hindemith (das schlagwerk!) und schubert (der 3.satz!). ein gelungener, abwechslungsreicher abend – danke an alle beteiligten!
und um die übersicht abzuschliessen – heute zog es uns samt papa in den busch – nach dem ganzen geniesel der letzten woche war zwar keine sonne, aber immerhin frische luft. eine kleine runde im tharandter wald mit besuch beim ehemaligen sächsischen herrscherhaus und anschliessender wurtsverzehrung bildeten das vormittagsprogramm. und eine traurige feststellung: bei flades gibts sonnatgs keine milch, keinen käse, keine eier mehr – nur noch mo-sa. seit heute.
in diesem sinne einen schönen restsonntag und bleiben sie schön neugierig!