eine #schlössersafari gibts hier auf diesen seiten auch. und eine solche solls im nachgung zu unserer kleinen deutschlandrundfahrt geben. völlig vergessen, aber z.t. schon liebevoll wieder hergerichtet liegt es abseits der grossen wege. heute.
schloss allstedt
mit riesiger vorburg, einer uhr mit nur einem zeiger und einer umfassenden ausstellung über thomas müntzer – der hier gewirkt hat. im inneren sollte man nicht die grossen highlights erwarten – der fokus liegt eindeutig auf dem bauernführer. die kapelle wird derzeit saniert – genau wie der renaissance-turm. es wird also fürderhin noch mehr zu sehen geben. wer also einmal in der gegend ist – der abstecher ist es wert! nicht zuletzt soll das überaus freundliche personal erwähnt werden – schön das es das noch gibt! danke für die kleine privatführung! wer meinen eindruck noch ausführlicher aufgeschrieben sehen möchte – klickklack aufs bild unten
das ist doch mal ein feiner titel. und genau das war es auch am heutigen sonnabend-morgen. nur eine #künstlerreise wars nicht – ich hatte meinen wanderstock zu hause vergessen. binsch halt alt. aber genug der #haschtags und der reihe nach. wer hätte gedacht, dass dieses schloss noch ein zweitgebäude braucht?
sicher jeder der hier mitliest 😉 – es ist aber wirklich so. oberhalb des müglitztales – auf der meusegaster flur finden wir das sogenannte jagdhaus oder weesensteiner belvedere. bzw. das was noch davon übrig ist
ich verweise hier auf die zugehörige #spurensuchen – seite, da will ich das ganze noch ein wenig ausführlicher betrachten. wer den spaziergang einmal nachgehen möchte – hier ist die tour zu sehen. zweites ziel waren zwei gedenksteine in herbergen – wo es auch ein ‚richtiges‘ sühnekreuz gibt.
franzosengrabkosakenstein
beide wurden 2013 – zum 200. jubiläum der völkerschlacht von dieter morgenstein aus liebstadt geschaffen. leider sind sie nicht wirklich zugänglich – der einzige direkte weg dahin ist vom bauern verammelt… siehe auch. und der nachbar herr rappel hat recht – es ist ein apfeljahr. das wandern durch die apfelhaine bei herbergen war das higlight dieser zweiten runde. ohne bilder – ich hab ständig nach wild gewordenen kühen ausschau gehalten da ich mir nie ganz sicher war – bin ich inner- oder ausserhalb der weide.
das spätsommerwetter zu einem kleinen spaziergang genutzt um das schloss weesenstein mal von einer anderen perspektive zu besichtigen. tat gut und den spaziergang gibts hier.
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nachtrag:
ich hab vor circa 20 jahren mal eine bleistiftzeichnung vom schloss nach einem alten s/w-photo gemacht – das war von diesem standpunkt aus gemacht.
so sieht das heute aus (den standpunkt hab ich nicht ganz getroffen ;-)). die äste sind noch die gleichen – nur das schloss ist ein wenig anders!
mitteldeutschland ist burgenland – ganz besonders mittelsachsen. so entlang der mulde aber auch an bobritzsch und triebisch stehen burgen stolz und fein! und wir haben eine besucht letzte woche – nachdem wir im letzten jahr vor verschlossenen türen standen. diesmal ward uns aufgetan – im schloss wolkenburg.
obwohl es zum schlösserland sachsen gehört kümmert sich ein verein um unterhalt und betrieb des museums.
absolutes schmuckstück ist die bibliothek im turm – die zwischenzeitlich mal als trockenboden genutzt wurde
das ganze schloss wurde nämlich vom ende der 1940er bis mitte der 1990er jahre als wohngebäude genutzt – was man durchaus noch sieht. aber schritt für schritt wird es werden!
sehr zu empfehlen ist ein rundgang durch den schlosspark – auch eine runde über die mulde (mit einkehr in der kaffeerösterei) sei empfohlen. und ein paar kilometer weiter – schon in sachsen anhalt gibt doch tatsächlich ein steinkreuz!!!
„In einem freundlichen, fruchtbaren mehr weit als tief gebildeten Thale, das sich höchst anmuthig von der Stadt Chemnitz nach Westen hindehnt und von dem Rabensteiner Bache durchflossen wird, erhebt sich auf einem Punkte wo das Thal alle seine Naturschönheiten concentrirt, ein rings von wasser umschlossener steiler Felsen, von dessen Gipfel aus dichten Fichtenzweigen die altehrwürdige Burg Rabenstein auf die lachende Gegend herniederschaut. Das uralte Schloss verdient nach dem Interesse seiner Lage und Ansicht nicht den letzten Platz unter den sächsischen Rittersitzen, ist aber vielleicht unter allen der kleinste, denn es besteht blos aus einem zwei Stockwerke hohen, nur 5 fenster breiten Wohnhause, an welches sich ein gewaltiger Thurm als Zeuge längst vergangener Jahrhunderte anschliesst, umrankt von baumstarken Epheu, der ihn gleichsam noch für ein zweites Jahrtausend zusammenhalten zu wollen scheint. Zu mehr Gebäuden hat die Oberfläche des isolierten Felsens keinen Raum; kaum das noch einige Fichten Platz fanden, ihre flachen Wurzeln in dem Steinboden einzusenken. …“
und das ist sie – die so blumig beschrieben burg (ober-)rabenstein. eben die kleinste burg sachsens. erstmalig erwähnt 1338. zu dieser zeit war sie noch wesentlich grösser, hatte eine unterburg und wurde von einer ringmauer umschlossen. deren fundamente sind noch vorhanden und zu begehen.auf dem bild hier kann man sie noch erkennen:
drinnen 88 stufen bis zur turmspitze – mit ausblick bis zu den baumkronen
und zwischenhalt im einzigen zugänglichen wohnraum der burg – viel mehr gibt es sowieso nicht. aber in diesem gibts einhörner!
und die sind auch schon uralt – nämlich von 1624! wie auf dem spiegelbild zu erkennen gibts gleich nebenan noch ein wesentlich jüngeres herrenhaus. dieses wurde 1776 errichtet – nachdem der von carlowitz die burg aufgeben musste und sie ins eigentum von herrn siegert aus chemnitz überging.
heute ist es ein schlosshotel und macht einen durchaus gepflegten eindruck.
übrigens stammt das erste bekannte bild der burg rabenstein – also der alten – aus dem jahre 1774 und wurde von niemand anderem als dem hier schon erwähnten adrian zingg geschaffen. zu sehen ist es in dieser interessanten chronik zur burg.
und was hat das ganze nun mit eseln zu tun? ganz einfach – wenn man zu burg möchte muss man an diesem hier vorbei!
es handelt sich hierbei um die sogenannte eselsbrücke – ein kleines denkmal für ein stück nicht mehr existente industriekultur.
über den zweiten theil des tages wird zu berichten sein. und jetzt scrollen sie, geneigte leserschaft, noch einmal nach oben und lesen noch einmal den von mir zitierten text. ist deutsch nicht einfach schön? danke an den herrn f. heise dessen schrift „album der schlösser und rittergüter im königreiche sachsen* ich die zeilen entnommen habe.